Im Dschungelcamp
Viel besser als sein Ruf: Das Dschungelcamp kann was! Weil es sich nicht einmal selbst ernst nimmt.
Weil ich lange danach gesucht habe, möchte ich diese Information allen anderen Zusehern nicht vorenthalten: Die Titelmelodie von “Ich bin ein Star – holt mich heraus!” (in weiterer Folge “Dschungelcamp” genannt) gibt’s auch bei Spotify. Der Song heißt wie das britische Original der Show, also “I’m A Celebrity”.
Der aktuelle RTL-Aufguss der Sendung ist drauf und dran, alle bisherigen Quotenrekorde zu knacken. Man kratzt an einem Marktanteil von 50 Prozent! Das bewährte Rezept geht – wieder einmal – auf: Promis der Kategorien C bis Z, ein Ex-Knacki (diesmal Kaufhaus-Erpresser “Dagobert”) und sogenannte “Sänger” lassen sich nicht nur quälen, sondern quälen sich auch fleißig gegenseitig. In einer bissigen Bösartigkeit, die an das jüngste Gericht (oder doch Gerücht?) erinnert, kommentieren das Geschehen die garantiert spontanitätslose Sonja “Ich-sage-die-Gags-meiner-Autoren-so-brav-wie-keine-Zweite-auf” Zietlow und erstmals der überraschend lockere und sympathische Daniel Hartiwch. TV-Junkies kennen ihn angeblich als Moderator von DSDS. Diese Information ist allerdings nicht gesichert. Ein gewisses Niveau beim Zuschauen unterschreite sogar ich nicht . . .
In einem ersten euphorischen Reflex auf die neue Dschungelcamp-Staffel habe von einer eigenen Sendung dieser Art für Österreich geträumt. Davon bin ich mittlerweile aber wieder abgekommen. Es gibt keinen Dschungel, der groß genug wäre für Lugner und seine Mausis, Bambis und Katzis, für Strasser und Grasser, für Heinzl und Stöckl, für Zabine und Simone und für alle mit dem Familiennamen Haider. Oder haben wir längst ein ORF-Dschungelcamp, das nur anders heißt? Dancing Stars? Ich schau’s mir mal an und gebe Ihnen dann Bescheid.


Mausi Lugner war doch im Dschungel, schon 2009.