Ungesundes Single-Leben
Durchzechte Nächte und Liebesbedürftigkeit verleiten vor allem im Winter viele Alleinstehende zu einem ungesunden Lebensstil.
Tiefkühlkost, durchzechte Nächte, sozialer Stress: Der Stereotyp des ungesunden Singlelebens wird jetzt durch eine Studie bestätigt. Die Online-Partnervermittlung eDarling hat den Unterschied im Lebensstil von Singles und Paaren untersucht. Insgesamt haben 543 eDarling-Mitglieder an der Umfrage teilgenommen und beantworteten, inwiefern sich ihr aktuelles Gesundheitsverhalten von jenem ihrer letzten ernsthaften und längeren Beziehung verändert hat. Das Resultat: Singles leben ungesünder und nehmen seltener am kulturellen Leben teil. Untersucht wurden die drei Kategorien körperliche Gesundheit (zum BeispielSchlafqualität), Aktivität (z. B. kulturelle Veranstaltungen besuchen) und äußere Erscheinung (z. B. auf Kleidung achten).
Wider Erwarten ist die Schlafqualität der Singles geringer als diejenige von Menschen in einer Beziehung. 34 Prozent der Männer kommen als Single nachts schlechter zur Ruhe. Nur 14 Prozent schlafen besser alleine. Bei den Frauen ist es ausgeglichener, doch auch dort schlafen 27 Prozent schlechter als Single. Immerhin treiben Singles regelmässiger Sport und treffen sich häufiger mit Freunden als dies in einer Beziehung der Fall war. Auf kultureller Ebene nehmen Singles jedoch weniger am sozialen Leben teil. 60 Prozent der Männer gaben an, dass sie als Single seltener kulturelle Einrichtungen wie beispielsweise das Theater besuchen, während bei den Frauen 37 Prozent weniger unterwegs sind. Dahingegen nehmen 11 Prozent der Männer und 27 Prozent der Frauen als Singles aktiv am kulturellen Leben teil. Frauen sind also offenbar auch in den Beziehungen die treibende Kraft hinter den Aktivitäten.
Frauen können mit dem Single-Dasein trotzdem besser umgehen als Männer. Sie gehen ins Kino, reisen, treffen sich mit Freunden, machen Yoga und quatschen mit Anderen häufig und gern. Aber die Männer? Sie hängen vor dem Fernseher, spielen Computerspiele, trinken Dosenbier und essen Fastfood. Während es bei Frauen vielmehr um die psychischen Aspekte geht, die sich während des Single-Daseins verschlechtern, geht es Single-Männern bezüglich körperlicher Gesundheit nicht so gut wie vergebenen. Männer, die alleine leben, die nicht in die sozialen Strukturen von Ehe und Familie eingebunden sind, tun sich schwerer mit der sozialen Ordnung. Sie werden eher kriminell, sie sterben früher, werden leichter krank. Dass die Ehe die Kriminalitätsrate bei Männern reduziert und sich positiv auf ihre Gesundheit auswirkt, haben in den letzten Jahren zahllose Studien belegt


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