Wetten, dass es weiter abwärts geht?
Nicht jede TV-Show ohne Ecken und Kanten ist automatisch eine runde Sache.
Man kann es mit einem Satz auf den Punkt bringen: Wer an einem Samstagabend nichts Besseres zu tun hat, als “Wetten, dass . . . ?” zu schauen, ist selber schuld.
Graben wir trotzdem tiefer und analysieren die zweite Sendung mit einem gewissen Herrn Lanz als Ersatz für Thomas Gottschalk. Er ist brav, bemüht und – dem Anlass entsprechend – aufgeregt. Wo Gottschalk eine “Wuchtel” nach der anderen geschoben hat, regiert jetzt der “Small Talk”, wie man ihn sonst nur aus den zwei, drei Sekunden vor dem Weiterzappen aus den sogenannten dritten deutschen Fernsehprogrammen kennt.
Auch am Konzept der Show hat man herumgebastelt. Die Wettkandidaten werden nun von den Promis an der Hand auf die Bühne geführt, bevor sie – wie Aussätzige – fernab der drehbaren Couch in ihrem “Körbchen” Platz nehmen dürfen. Als Sozialdemokrat lehne ich das natürlich ab und schlage vor, sich hier Österreich zum Vorbild zu machen: Entweder holt man die Hakler nur zum Hakeln vor den Vorhang oder man lässt sie gleich zum Futtertrog.
“Wetten, dass . . . ?” wird immer mehr zu dem, was man immer vorgab zu sein: zu einer Familiensendung. Und da es auch immer weniger intakte Familien gibt, sinkt die Zuschauerzahl kontinuierlich. Die zweite Show mit Lanz haben drei Millionen Deutsche weniger verfolgt als die Premiere.


Wer Samstag Abends nichts anderes zu tun hat..? Haha… also ich weiß nicht wann ihr ausgeht, aber diese Sendung beginnt um 20.15 Uhr. ;)