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Kliener Wochenrückblick, 2. 11.

Rund um die Wiener Ringstraße sind überall Fahrrad-Symbole auf den Boden gemalt. Ursula Stenzel hat nicht gewusst, dass die einen Radweg markieren. Sie hat ursprünglich geglaubt, das sind Stellen, an denen ein Radfahrer überfahren wurde. Jetzt möchte sie auf jeden Fall nicht, dass dort im Winter für die Radfahrer Salz gestreut wird – wegen der Bäume. Wegen der Bäume? Sollte man dann nicht gleich den ganzen Ring sperren?

In Italien läuft gerade der Prozess gegen den Kapitän der Costa Concordia, die vor der Küste der Insel Giglio verunglückt ist. Da werden viele sagen: OK – interessiert mich ungefähr so brennend, wie wenn in Italien ein Schiff umgefallen ist.

Vitali Klitschko war bei den Parlamentswahlen in der Ukraine ziemlich erfolgreich. Das Volk mag ihn. Er ist angeblich der einzige ukrainische Politiker, der durch die Arbeit seiner Hände zu Reichtum gekommen ist.

Zum Weltspartag hat eine Studie die Sparziele der Österreich herausgefunden:

  • Ein besseres Handy ALS DER NACHBAR
  • Ein schnelleres Auto ALS DER NACHBAR
  • Ein tollerer Urlaub ALS DER NACHBAR

Und zu Allerheiligen gehen die Menschen auf den Friedhof, besuchen die Gräber ihrer Liebsten, denken an früher. Oft reden sie auch noch mit den Toten: „Schade, Hasso, dass du das nicht mehr erleben hast können. Das Wetter im Herbst, Schnurrli, das hätte dir auch gefallen.“

Schon wieder ein ganzes Jahr her, dass der erste Wiener Tierfriedhof eröffnet worden ist. Dort gibt es alles wie bei den Menschen. Erdbestattung und Urnen. Was mich interessiert – haben die dort wirklich Särge für Wellensittiche und für Krokodile lagernd? Schaut der Sarg für einen Zuchthengst wirklich aus wie das Trojanische Pferd? Und wie ist das bei den Hunden – werden da alle Läuse extra bestattet?

Erster Wiener Tierfriedhof – da hab ich ja am Anfang gedacht, das ist die Familiengruft vom Richard Lugner – mit Platz für Mausi, Hasi, Käfer, Bambi und Katzi.

Der erste Wiener Tierfriedhof. Für Marcel Koller macht der vieles leichter. Immerhin weiß der jetzt, wo er suchen muss, wenn er wissen möchte, wo der Hund begraben liegt.

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Saturday, 18.05.2013, 22:19 Uhr

Autorenprofil Peter Klien

Peter Klien
Peter Klien ist zwar in Hollabrunn in Niederösterreich geboren, wuchs aber ab seinem 5. Lebenstag in Wien auf. Die weiteren Stationen eines bewegten Lebens: Schauspieler, Kabarettist, Autor für die ORF-Late-Night-Show "Willkommen Österreich", Lektor für altgriechische Philosophie an der Universität Wien, Pressesprecher im Österreichischen Bibliothekenverbund. Reicht nicht? Eben. Deshalb schreibt er jetzt für wiener-online. (Foto: Bernhard Noll)

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