Kliener Wochenrückblick, 17. 11.
Heute wird auf dem Rathausplatz der Wiener Christkindlmarkt eröffnet. Das ist jedes Jahr ein besonderer Moment. Wenn zum ersten Mal der große Christbaum in Betrieb genommen wird – in Anwesenheit der Stadtregierung. Und jedes Jahr dieselbe Frage: Wer wird früher illuminiert sein? Der Baum? Oder der Bürgermeister?
Vorgestern war Islamisches Neujahr. Gestern Tag der Toleranz. Und heute wird der Rathausplatz illuminiert. Könnte man da nicht am Tag der Toleranz das Beste aus beiden Welten verbinden? Vielweiberei aus dem Islam. Und Alkohol von den Christen?
Fu Hu, der Pandabär, der in Schönbrunn aufgewachsen ist, ist mittlerweile gut in China angekommen. Erst war er Pan-da. Jetzt ist er Pan-weg. Übersetzt bedeutet “Fu Hu” ja „Glücklicher Tiger“. Sehr gestreift schaut der allerdings nicht aus. Trotzdem waren alle Zeitungen voll mit diesem Tier: „Fu Hu“ bereitet sich auf die Reise vor. „Fu Hu“ ist jetzt auf der Reise. „Fu Hu“ hat seine Reise beendet. Ich finde ja, der sollte gar nicht „Fu Hu“ heißen. Sondern viel eher „Tam Tam“.
Vor kurzem hat Infrastrukturministerin Doris Bures den ersten Austro-Satellit verabschiedet (wie es in der Presseaussendung hieß). Der soll dafür sorgen, dass Österreichs Kulturgüter in der ganzen Welt Verbreitung finden: Neujahrskonzert. Staatsopern-Aufführungen. Und Kommissar Rex.
Wie verabschiedet man eigentlich einen Satelliten? Genügt ein flottes „Baba“? Gibt man ihm die Hand? Muss man sich gar verneigen? Ein Fall für den Benimm-Papst, Thomas Schäfer-Elmayer. Aber bestimmt findet man in seinen Büchern nichts darüber.
“Österreich ist sehr präsent in der internationalen Weltraumforschung”, hat die Ministerin bei der Verabschiedung gesagt. Wahrscheinlich werden bald Raketen von Wien aus ins All steigen. Nicht nur aus Amerika, vom Cape Canaveral, sondern auch aus Österreich – vom Kap Kagran!
Und für den Fall, dass der Satellit im All auf intelligentes Leben trifft, hat er eine Bildbotschaft an Bord:



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