Neu im Kino: Savages
Schöne Frauen, alte Haudegen, ein flotter Dreier - und viel Blut. Oliver Stone zeigt den Drogenkrieg in Mexiko in seiner ganzen Brutalität.
Afghanistan-Heimkehrer Chon (Taylor Kitsch) hat zwar keine Seele mehr, dafür aber einen einsatzbereiten Körper, den der Ex-Soldat oft und gern in den Dienst der wunderschönen Ophelia, genannt „O” (Blake Lively). Für die Schmetterlinge im Bauch hat die berauschende Beauty aber noch mehr vorzeigbaren Sexualproviant: Damit auch die Romantik in Os ausschweifenden Liebesleben nicht zu kurz kommt, teilt sie sich das Bett außerdem noch mit Ben (Aaron Johnson), Chons bestem Freund.
Chon und Ben sind aber nicht nur Freunde, sondern auch Business-Partner eines überaus florierenden Drogengeschäfts. Die beiden kultivieren Marihuana und vertickern es in großem Stil. Während es privat dank Os ständiger Paarungsbereitschaft und einem nie versiegenden Cannabisnachschub bestens läuft, gerät die berufliche Seite ihres Erfolgs ins Wanken. Bald gibt es aber Ärger im Gringoland, den die mexikanische Drogenmafia möchte am Glück der Jungunternehmer mitschneiden: Längst wird das fröhliche und unmoralische Treiben der drei gut betuchten Hippies in ihrer Strandvilla im idyllischen Laguna Beach wird durch den Auftragskiller Lado (ultraschräg: Benicio Del Toro) beobachtet.
Im Auftrag seiner resoluten Chefin Elena (Salma Hayek) sollen Ben & Chon sanft zu einer „Joint Venture” überredet werden. Doch die “Beach Boys” verkennen den Ernst der Situation und sind dumm genug abzulehnen. „Madrina” Elena erkennt sofort den Schwachpunkt der bekifften Busenfreunde: O. Der lüsterne Lado hat längst ein Auge auf die sexsüchtige „Bonita” geworfen, freut sich schon drauf, O zu entführen . . .
Filmkritik
Eine Warnung vorab: Wer kein Blut sehen kann, sollte lieber in Disneys Tinkerbell gehen, statt sich eine Kinokarte für Savagesz u lösen. Wie der Titel schon sagt: Hier geht’s zu wie bei den Wilden. Auch wer vorhatte, heuer in Mexiko zu überwintern, wird nach Savages davon absehen. Die gezeigte Gewalt der mexikanischen Drogenmafia ist leider zu 100 % realistisch, wie die brutalen Massaker vom September 2012 belegen.
Trotzdem gibt es jede Menge zu sehen:
- Der Hauptpreis: Frisur und Schnauzbart von Benicio Del Toro. Oscar verdächtig! Monchichi-Haarschnitt in Kombination mit Rotzbremse. So unappetitlich war schon lange niemand mehr!
- Gold: Sportlich-flotter Dreier mit den Muskelpaketen Taylor Kitsch, Aaron Johnson< und der unwiderstehlichen Blake Lively. Danke, Olli Stone! Hätten wir dir nie zugetraut: Endlich ein Softporno in all dieser Brutalität.
- Silber: John Travolta als bestechlicher Cop ohne Rückrat. Schon lange nicht mehr so viel Spaß mit dem alten Haudegen gehabt!


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