Kliener Wochenrückblick, 21. 9.
Was haben die tägliche Turnstunde, der Biosprit E10 und die Reservierung im Gasthaus gemeinsam? Sie können alle storniert werden!
Die tägliche Turnstunde in der Schule – immer noch ein heißes Eisen. Aber wer garantiert, dass die nicht das Gegenteil von dem bewirkt, was sie verspricht? Am Ende rufen die Schüler künftig nach der Matura „Nie wieder Handstand!“. Statt früher „Nie wieder Vergil!“ Und noch vor der letzten Integralrechnung des Lebens macht jeder – einen letzten Purzelbaum.
Der Biosprit E10 wird bis auf weiteres doch nicht eingeführt. Unsere Autos werden also auch in Zukunft nicht mit Lebensmitteln betrieben. Ärgert mich ein bisschen. Immerhin hab ich während der letzten Wochen zu Hause die alten Semmeln aufgehoben. Sprit sparen sozusagen. Obwohl ich eh nicht genau gewusst hätte, wo ich die hätte ins Auto stopfen müssen.
Die Wirtschaft wird immer härter. Auch die Gastwirtschaft. Angeblich überlegen viele Wiener Lokale, für nicht benötigte Reservierungen eine Stornogebühr zu verlangen. Es kommt auf jeden Cent an. Weitere Vorschläge von meiner Seite: Eine Putzabgabe, wenn am Schluss des Essens Flecken auf dem Tischtuch zurückbleiben. Ein Hygiene-Euro ab dem dritten Toilettenbesuch. Und eine Tellermiete fürs Geschirr – pro angefangener halben Stunde.
Vor kurzem hat es Wahlen in den Niederlanden gegeben. Sind ein bisschen an mir vorüber gegangen. Vielleicht kann mir ja jemand sagen: Ist die alte Königin wieder gewählt worden?
Und in Österreich sorgt für Aufsehen, dass der Bundeskanzler vor dem Untersuchungs-Ausschuss nicht aussagen möchte. Genauer: Er möchte schon gern “Aus!” sagen. Aber nicht im Ausschuss. Sondern zum.


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