Kliener Wochenrückblick, 31. 8.
Wie fragt man das Volk? Was fragt sich Österreich? Und fragt sich eigentlich Rapid?
Die Volksabstimmung über die Wehrpflicht soll kommen. Angeblich wird über den genauen Wortlaut der Frage gestritten. Es macht natürlich einen Unterschied, ob sich der Souverän (also das Volk, also wir) nach reiflicher Überlegung einer Antwort entringen soll auf die Frage: „Sind Sie dafür, dass in Österreich junge Männer nach der Matura mehr oder weniger ein ganzes Jahr ihres Lebens verscheißen?“ Oder ob man den Souverän fragt: „Sind Sie dafür, dass nach Lawinenabgängen, Vermurungen, Hochwässern und Vulkanausbrüchen nur mehr die örtliche Feuerwehr Ihres Heimatdorfes Unterstützung leistet (und ganz auf sich allein gestellt)?“. Das macht natürlich einen Unterschied
Noch immer kursiert die Angst vor dem Ende des Euros. Deutschland spricht sich erneut massiv gegen einen Zerfall der Euro-Zone aus. Gegen die Abspaltung des reichen, produktiven Nordens vom wirtschaftsschwachen und korrupten Süden. Was würde eine solche Spaltung eigentlich für Österreich bedeuten? Liegt auf der Hand. Wir müssten uns von Kärnten trennen.
Rapid hat es geschafft. Hat in einem tollen Heimspiel PAOK 3:0 besiegt und steht in der Gruppenphase der Europa League. Blöd nur, dass die UEFA zur Strafe für die Vorfälle in Saloniki ein Geisterspiel verfügt hat. So wird ein Spiel vor leeren Rängen bezeichnet. Hoffe ich jedenfalls. Richtig blöd wäre nämlich, wenn „Geisterspiel“ bedeutet, dass Rapid auch im Europacup so auftreten muss wie am letzten Sonntag gegen Wolfsberg – mit Spielern, die ein Schatten ihrer selbst sind.


…ich steige jetzt schon auf einen Kleinwagen um!!