Die Rückkehr eines Amerikaners
Sommer-Hits 2: Trotz „Sprachproblems“ Anschluss in der Heimat finden.
Versprecher können auch Kultstatus bekommen. So gesehen haben Verona Feldbusch und Giovanni Trappatoni etwas mit Winzer Meinrad Forstreiter gemeinsam. Aber nicht der Kremstaler selbst hat Troubles mit der Aussprache, sondern seine Kunden in Übersee. „Gruner“ sagt der New Yorker, wenn er gerne Veltliner hätte. Ergo machten die findige Monika Caha und Meister Forstreiter aus der Not eine Tugend und knallten „Grooner“ auf das Weinetikett. Ein schreiendes Design, das auffallen mußte, nicht nur wegen des Megaphons, aus dem die Verballhornung unsere Weißweins Numero uno schallt.
In den USA wurde der Wein für alle Gelegenheiten, wie das Lob meist kulminierte, zu einem Renner in Cahas Selektion österreichischer Weine, nun kehrt der „Groone“ in der grünen Flasche quasi heim. Marille und Apfel, dazu eine leichte Exotik (Kiwi?) in der Nase lassen die Sorte noch erahnen, der weisse Pfeffer verrät dann den Veltliner schon im Duft. Mit einem Spiel zwischen Säure (Limettenzeste) und Saftigkeit (Nektarine) bietet der knallbunte Heimkehrer viel Trinkspaß. Gut gekühlt servieren und dann kann man zusehen, wie im Glas nach und nach die verschiedenen Aromen zum Vorschein kommen.
Bezugsquelle:
- Forstreiter/Caha „Grooner“ 2011, € 8,99 bei Bottelini, www.bottelini.com, bzw. in der Radatz-Filiale Schottengasse, Wien


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