Das neue Gesicht des Hip-Hop gab sich die Ehre
Bei bestem Sommerwetter fand das „Beeasy“-Festival in der Arena Wien statt. Mit den beiden jungen Hauptacts Cro und Mac Miller waren die wohl gefragtesten Newcomer im deutschsprachigen und amerikanischen Raum zugegen.
Cro, das 19-jährige Multitalent aus Stuttgart zog die knapp 3000 Zuschauer von der ersten Minute an in seinen Bann und konnte seine Show mit einem Überraschungsauftritt von Soulstar Aloe Blacc aufpeppen, auch wenn das gar nicht nötig gewesen wäre. Denn seine lässige Art und seine Ohrwurmtracks, wie „Hi Kids“ oder „Du“ sorgten für beste Stimmung. Am Ende seiner Show wurden nochmal jede Menge Endorphine ausgeschüttet, als er seinen bisweilen größten Hit „Easy“ zum Besten gab. So lässt sich festhalten, dass der Junge mit der Pandamaske beste Eigenwerbung betreiben konnte und kein Weg an seinem morgen erscheinenden Debütalbum „Raop“ vorbei gehen wird.
Aber wer nun dachte, dass die Stimmung nicht zu steigern wäre wurde eines besseren belehrt. Der ebenso junge Amerikaner Mac Miller zeigte mit seiner atemberaubenden Show, wieso er zur Zeit der gefragteste Shootingstar in den Staaten ist und sein Debütalbum „Blue Slide Park“ im November bis auf Platz Eins der Billboard-Charts stürmte. Gleich zu Beginn zog er das Publikum mit seinem Hit „Party on Fifth Ave“ in seinen Bann und es war klar, dass er dem Publikum mehr als ein leichtes Kopfnicken abverlangen würde. So dröhnte der Bass über die gesamte Show eindrucksvoll bis in die Bierbecher. Aber auch soulige Beats und ruhigere Tracks wie „Best Day Ever“ wurden gespielt und ein Medley mit Hits von Bob Marley und Michael Jackson wurde zum Besten gegeben. Ein würdiges Ende fand das Festival in seinem Song „Donald Trump“ der die Massen nochmal bis in die Haarspitzen elektrisierte und die Arme in die Höhe schnellen ließ.
Alles in allem haben Cro und Mac Miller ihre Hausaufgaben gemacht. Sie können für den neuen Zeitgeist des Hip-Hop stehen: Weniger Gangsterattitüde und dafür poppigere, verspielte Sounds mit ausgefeilten Texten, dass ein breiteres Publikum anzieht. Man kann sich nur wünschen diese jungen Männer noch häufiger in Wien begrüßen zu dürfen.


Ich weiß ja nicht, ich kann den einfach nicht feiern – das ist echt was für die Zielgruppe 12-20….