Kliener Wochenrückblick, 15. 6.
In Wien wurde vor kurzem eine so genannte Erlebniswelt eröffnet. Name: „Time Travel Vienna“. Laut Prospekt kann man dort im „5D Action Cinema“ eine Zeitreise unternehmen. „Was?“, hör ich die jungen Leute sagen. „Nur 5D? Ich geh doch nirgends hin, wo es weniger als 7 Dimensionen gibt!“ – Dabei hätte ja ich geglaubt, „Time Travel Vienna“ wäre nur ein anderer Name für das Postamt in der Zimmermanngasse. Dort hat sich schon seit 30 Jahren nichts verändert. Auch beim Arbeitstempo.
Jetzt haben also doch zahlreiche Piloten die AUA verlassen. Man kann das gut verstehen. Ab sofort gibt es statt den goldenen Streifen nur mehr silberne auf der Uniform. Werden jetzt die Busfahrer die letzten Autoritätspersonen in Wien sein? – Im Gefolge der Piloten werden auch viele Flugbegleiterinnen in Zukunft mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben. „Cabin crew, prepare for landing.“ Obwohl ja Stewardessen relativ leicht eine neue Stelle bekommen können, sogar im angestammten Beruf. Im neu eröffneten „Skylink“ werden derzeit jede Menge Serviererinnen benötigt. – Aber Achtung: Offiziell wurde das Skylink-Gebäude ja in „Check-in 3“ umbenannt. Nur falls jemand wissen möchte, worauf er schimpfen soll, wenn er nach der Landung statt 200 Meter nun 2 Kilometer zum Ausgang benötigt.
Was für ein Jubiläum: InterRail gibt es seit 30 Jahren! Zur Feier des Anlasses wird das InterRail-Ticket ab sofort auch für die 1. Klasse angeboten. Da wird dann auch in Döbling die Nachfrage steigen. – Ebenfalls neu: das InterRail-Ticket für Pensionisten. Sollte jemand das Gefühl haben, in der Jugend was versäumt zu haben. Da sitzen dann Pensionisten mit Pensionistinnen im Zugsabteil und singen zur Gitarre „When I’m sixty-four“. Denken an frühere Jahre. Bevor sie sich am Abend zueinander in die Zimmer schleichen. Im Pensionistentrakt der Jugendherberge.


Userkommentare