Friends with benefits
Macht gelegentlicher Geschlechtsverkehr in aller Freundschaft Sinn?
Justin Timberlake versucht es im gleichnamigen Film, auch Ashton Kutcher folgt dem Trend. Friends with benefits, fucking buddies, Freunde mit dem gewissen Extra. Klingt spannend, nicht wahr? Und auf den ersten Blick so . . . einfach und völlig unkompliziert.
Aber was steckt dahinter? Freundschaft mit gelegentlichem Sex? Eine reine Sexfreundschaft? Per Definition eigentlich eine eindeutige Sache. Zwei Menschen, die ihre Freundschaft um gewisse Benefits erweitern, miteinander vögeln also. Keine weitergehenden Erwartungen, gleichzeitig ist man sich doch vertraut, kennt einander.
Ist es bequem? Klar, das sicher. Stellt sich mir bloß die grundsätzliche Frage, ob Sex so sein sollte. Oder ist es einfach nur ein netter Kick, um dem stressigen Alltag zu entfliehen? Kann sein. Zeitgemäß? Wenn man keine Zeit hat für Beziehungsarbeit und tiefere Bindung, gleichzeitig aber auch keine Lust auf ständige Suche und One Night Stands. Eine sichere Bank im unsicheren Beziehungsozean. Es besteht keine Gefahr vor Ansteckung, Krankheiten, unerwarteten Verwicklungen. Alle Vorteile einer Beziehung ohne deren Nachteile bzw. Einschränkungen. Klingt nahezu paradiesisch – oder?
Kann das wirklich dauerhaft funktionieren? Regelmäßig Sex zu haben ohne eine Bindung aufzubauen, die tiefer geht als gemeinsame Stunden im Bett? Kann man freundschaftlich geilen Sex haben ohne sich gefühlsmäßig zu verstricken? Bedient dieses Konzept nur den Körper oder auch die Seele? Wo endet Freundschaft und wo beginnt Liebe? Wie weit geht Freundschaft und wo ist die Grenze? Und last but not least: Was wird aus der Freundschaft wenn das Konzept „fucking buddies“ scheitert? Back to usual? Wohl eher nicht!
Vertrautes erleben, ohne sich zu 100 Prozent zu öffnen. Sich kurz geborgen und aufgehoben fühlen, nicht alleine sein, ohne mehr investieren zu müssen. Aber ist das nicht nur eine Flucht vor Nähe? Vor der Gefahr durch das Zulassen der Bindung verletzbar zu sein? Nimmt man den Sex, um zumindest ein wenig zu haben, wenn alles nicht möglich scheint?
Warum sollte man sich damit begnügen? Es liegt doch eher in unserer Natur alles haben zu wollen. Schließlich wären wir doch alle gern „the one and only“ für den anderen.


Spannend° *grübelgrübel* ;-)