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Film

Vermessungsverfilmer

Martin Thomas Pesl interviewte Regisseur Detlev Buck beim Dreh in Klosterneuburg

Während er – teils in Klosterneuburg – Daniel Kehlmanns „Die Vermessung der Welt“ u.a. mit Florian David Fitz und Karl Markovics verfilmt, läuft Detlev Bucks aktuelle Komödie „Rubbeldiekatz“ (am 16. 12.) in den Kinos an. Der aktuelle deutsche Liebling Matthias Schweighöfer spielt darin einen Schauspieler, der in einem amerikanischen Nazifilm nur in Frauenkleidern eine Rolle bekommt, dummerweise zuvor (als Mann) mit der Hauptdarstellerin geschlafen und sich in sie verliebt hat. Max Giermann, der eine köstliche Meta-Hitler-Parodie abliefert, wurde vorab von der „Zeit“ unter die Top-10-Hitlerdarsteller aller Zeiten gewählt. „Rubbeldiekatz“ heißt „schnell“, wie wir hören. Entsprechend rubbeldiekatzig lief das WIENER-Interview mit Detlev Buck über diesen und seinen nächsten Film ab.

WIENER: Was steckt hinter dem Titel „Rubbeldiekatz“?

Buck: Schnelligkeit. Das heißt einfach, mach schnell.

Was halten Sie von der wiederkehrenden Frage: „Darf man über Hitler lachen?“

Wenn man das sachlich sieht, ist das ein Teil der Geschichte, und Humor ist Drama plus Zeit, wie Woody Allen schon sagt.

Thema sind auch die Nöte des Schauspielberufs. Was macht einen guten Filmschauspieler aus?

Eigentlich Wachsamkeit. Und eine Spur Flexibilität.

Wie gewannen Sie Burgstar Joachim Meyerhoff, der sich Film eigentlich verweigert?

Ich bin ein Fan und habe ihn verführt.

„Die Vermessung der Welt“ war ein Sensationserfolg als Roman. Wie begegnen Sie dem Zwang, Dinge zu verändern?

Gemeinsam mit dem Autor. Man stellt sich das einfach vor und überlegt, was ist gut zu filmen, und was ist weniger gut.

Werden Sie in der Verfilmung selbst zu sehen sein?

Aus Kostengründen immer.

Sie scheinen eine Affinität für das Arbeiten in Österreich zu haben: „Contact High“, „Nacktschnecken“. Wieso?

Man mag und respektiert sich.

Wie ist die Zusammenarbeit mit Daniel Kehlmann, der den Ruf hat, zurückhaltend und Einzelgänger zu sein?

Das ist ja merkwürdig. Den zurückhaltenden Einzelgänger kennen wir gar nicht. Ist er in Österreich anders?

Auch Kehlmanns Stück „Geister in Princeton“ soll verfilmt werden…

Ich schau mir das Stück in Berlin an, nach der Premiere, wenn die Schauspieler warmgelaufen sind.

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Tuesday, 22.05.2012, 16:07 Uhr

Autorenprofil Martin Thomas Pesl

Martin Thomas Pesl
Martin Thomas Pesl, geboren 1983 in Wien, arbeitet von ebenda aus als Sprecher, Übersetzer für Deutsch, Englisch und Ungarisch, sowie seit 2008 als Autor für den WIENER.

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