Schluck’s runter!
Woran liegt es, dass Sperma in Pornofilmen so gut wie immer im Mund oder zumindest im Gesicht der Darstellerinnen endet? Weil Männer das zu Hause selten bis gar nicht dürfen...
Viele Männer sind der Meinung, eine Frau, die sie liebt, müsste alles schlucken. Und dann sind sie unendlich enttäuscht, wenn sich die Liebste weigert, den Mund zu voll zu nehmen. Doch ich kann euch beruhigen, Männer: Sperma zu schlucken ist kein weiblicher Liebesbeweis. Soll heißen: Nicht jede, die euren Liebessaft schluckt, liebt euch, und nicht jede, die diesen Dienst verweigert, lehnt euch deswegen gleich insgesamt ab.
Viele Frauen haben eine Abneigung gegen Sperma, weil es für sie nichts mehr ist als eine dickflüssige bis wabbelige Flüssigkeit mit fraglicher Geschmacksrichtung. Und eigentlich haben sie damit ja gar nicht so unrecht. Oder hat jemand von euch Männern schon jemals sein eigenes Sperma gekostet? Na eben. Zuerst kosten, dann mitreden. Denn nur wenige Männer schmecken nach dem köstlichen i-Tüpfelchen eines vollendeten Blowjobs. Doch das lässt sich ändern.
Jeder Mann schmeckt anders, und ein- und derselbe Mann schmeckt nicht immer gleich. Geruch und Geschmack von Körperflüssigkeiten ändern sich je nachdem, was man zu sich genommen hat. Viel Alkohol, Kaffee und Zigaretten machen das Aroma des Spermas bitter, so dass es nahezu ungenießbar wird. Auch stark riechende Lebensmittel wie Knoblauch, rohe Zwiebeln, Fisch oder Kren hinterlassen ihre Spuren. Besonders schlimm schlagen übrigens große Mengen an Junkfood durch: Da kann man die chemischen Zusätze und das Bratfett fast schon aus der Entfernung riechen – zum Anbeißen ist das beste Stück dann sicherlich nicht.
Besser schmeckt Sperma bei gesunder Ernährung (verdammt, noch ein Grund mehr!) mit vielen Milchprodukten, Gemüse und Obst. Vor allem Früchte (auch in flüssiger Form) scheinen wie Süßstoff zu wirken. Lecker!
Auch die Konsistenz des maskulinen Saftes lässt sich beeinflussen. Je weniger ein Mann trinkt, desto zäher ist sein Sperma und desto konzentrierter sind Geruch und Geschmack. Im Extremfall gleicht das Ejakulat dann in seiner Konsistenz einer rohen Auster, und die ist, wer’s kennt, eher ekelig als deliziös. Umso wichtiger ist es also auch aus diesem Grund, viel zu trinken, insbesondere Wasser, Säfte und Tees.
Außerdem: Je seltener ein Mann ejakuliert, umso abgestandener ist sein Erguss. Falls du also nicht wenigstens alle zwei Tage zum Bumsen kommst, solltest du dir ruhig öfter mal einen runterholen, um deinen Saft frisch zu halten – deiner Liebsten zuliebe sozusagen. Achja, und noch einen weiteren Vorteile hat das häufige Kommen – abgesehen von der Entspannung: Die ejakulierte Menge wird kleiner, wodurch auch das Schlucken leichter wird.
Wenn du alles getan hast, um deiner Bettgefährtin das Schlucken leichter zu machen, sie deinen Schwanz aber nach wie vor kurz vor deinem Höhepunkt aus dem Mund gleiten lässt, musst du ihre Abneigung wohl oder übel akzeptieren. Aber nimm’s nicht persönlich! Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Und es gibt noch hunderte andere Orte, wo das Kommen schön ist: auf ihrem Busen, ihrem Bauch, ihrem Po, ihren Schenkeln … (Vorausgesetzt natürlich, sie mag das auch!)
Abgesehen davon ist eine Abneigung gegen Sperma noch lange kein Grund, dem Oralsex an sich abzuschwören. Schließlich kann man auch eine Sachertorte ohne Schlagobers essen, auch wenn das die Sache zu einer ziemlich trockenen Angelegenheit macht …
Also dann: Guten Appetit!
P.S.: Noch eine Anmerkung für alle Fans von Sex im Pornostil: Das Gesicht eurer Bettgefährtin ist kein guter Ort zur Endlagerung eurer Ergüsse (außer sie hat euch unmissverständlich darum gebeten)! Erstens kann das im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge gehen und das brennt ziemlich. Zweitens klebt das Zeug tierisch in sämtlichen Haaren und mutiert beim Trocknen zu einem harten, nur mühsam rauswaschbaren Filz (Die Szene mit Cameron Diaz in „Verrückt nach Mary“ ist nicht übertrieben!). Drittens haben die wenigsten Frauen im Gesicht Nerven, die durch üppige Spermaladungen erregbar wären, und viertens sieht man daher den Typen in Pornos förmlich an, dass es bei einem Gesichtsschuss bloß um Machtausübung geht („Nimm das, du Nutte! Das gefällt dir, was?“), kaum jedoch um eine beiderseits befriedigende Sexualpraktik. Oder würdest du es mögen?


“Allem kann ich widerstehen,nur den Versuchungen nicht”!(Oscar Wilde).”&”???
Und gu(“a”)ten Appetit!
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