Kliener Wochenrückblick, 4.11.2011
Fenstertag, Feiertag, Weltspartag - bei so vielen Löchern im Emmentaler namens Arbeitswoche nimmt es kaum Wunder, dass Peter Klien auf Schnittlauchbrote ausweicht.
Es war eine harte Woche. Oder eigentlich: So hart war sie gar nicht. Denken Sie nur an Montag. Ich zum Beispiel hab da frei gehabt! I do like Mondays!
Arbeit bringt niemanden um, heißt es. Das stimmt schon. Aber sie macht einen müde. Ein ganzer Tag in Amt und Würgen kann sehr erschöpfend sein. Insofern ist Arbeit ein bisschen wie Emmentaler – lustig wird’s erst durch die Löcher. Deswegen mögen auch alle die freien Tage. Den meisten wäre es wohl das Liebste, wenn überhaupt jeder Arbeitstag ein Fenstertag wäre. Dabei ist ja das schon lange Realität. Durch Microsoft Windows.
Noch andere Dinge waren am Montag zu bejubeln. Die evangelische Kirche hat ihren Reformationstag gefeiert – zum Gedenken an Martin Luther, der just an jenem Tage 95 Thesen fest genagelt hat. Charly Sheen hat das übrigens auch geschafft. Mit 95 Tussen. Aber nicht an einem Tag.
Weltspartag war auch am Montag. Allerdings nur in Österreich. Das protestantische Deutschland hat den höchsten Bankfeiertag schon letzten Freitag abgehalten. Weil aber in Österreich die Gegenreformation ähnlich gründlich gearbeitet hat wie der Skiverband, bleibt der Reformationstag bei Fragen der Vorsorgewirtschaft in der Alpenrepublik unberücksichtigt. Freilich: schön für alle Beteiligten, wenn die Banken, die ja sonst eher das Einstecken gewöhnt sind, auch einmal kräftig austeilen wollen. Motto: erst Süßes, dann Saures.
Denn zu guter Letzt war am Montag auch noch Halloween. Was für ein tolles Fest! Leider hab ich den Kindern diesmal nur Schnittlauchbrote anbieten können. Hatte keine Schokolade zu Hause. Genau genommen: keine abgelaufene.








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