Dinner Kurioso
Es ist nicht alles Gold, was glänzt: Als der WIENER den Palazzo Gerer testete, war ein Drittel der Plätze unbesetzt. Essen und Show? Kurioso.
Da Weihnachten naht und gerne Einladungen verschenkt werden, testete der WIENER das aktuelle Programm Dinner Furioso im Palazzo Gerer.
Leider-Nein-Kandidaten
Die Gesangseinlagen erinnerten an die zweite Runde von Leider-nein-Kandidaten der ORF-Show „Die große Chance“. Die Akrobaten-Nummern waren phänomenal – man hätte gerne mehr gesehen. Zu den Vorspeisen: Der Dialog von der Goldbrasse und schwarzen Oliven mit Kürbis überraschte positiv. Der erste Gang des vegetarischen Menüs, lauwarm marinierter Kürbis, war ebenso brav gemacht (siehe Foto links).
Zweiter und dritter Gang enttäuschten jedoch: Wieso soll man noch mal Stockfisch essen? Die Ente schmeckte trocken – die versprochene Honig-Ingwer-Glasur nicht erahnbar. Die Hauptspeise des vegetarischen Gerichts – Gnocchi in Basilikum – glänzte durch leichte, fruchtige Noten. Auch das Dessert konnte den Abend nicht mehr retten.
Bei wem zieht die Show?
Wenn man Großtanten auf ein Essen einladen will, ohne ein Tischgespräch führen zu müssen, eignet sich der Palazzo hervorragend. Der WIENER ist eindeutig nicht die Zielgruppe von Dinner Kurioso.
Faktisches
PALAZZO GERER (Messe Prater): Das Konzept ist simpel: Show plus Gourmet-Menü. 2003 kochte Reinhard Gerer erstmals im Palazzo in Wien auf. Karten sind in der billigsten Kategorie bereits ab 84 Euro erhältlich. In der teuersten kostet ein Sitzplatz 148 Euro. Webtipp: www.palazzo.org









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