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Burgenland-Derby in sechs Gängen

Eisenberg gegen Blaufränkisch-Land: Bromberg sucht den Speisebegleit-Star

Die Duellanten in Sachen Wein: Roland Graf unterlag Martin Windbichlers (re.) Auswahl 4:2.

Spannender noch als das Ländermatch BRD-Türkei geriet das Spiel, das Martin Windbichler beim Karnerwirt anpfiff: „Bromberg sucht den Speisebegleit-Star“ (BSDS). Zu sechs Gängen traten die Rotwein-Hochburgen Deutsch-Schützen und Deutschkreutz an. Die Harmonie mit den Speisen zu bewerten, bedeutet von vorneherein, dass mit Favoritensterben zu rechnen ist. Zum Auftakt (Hendl-Terrine mit schwarzen Nüssen) holte der junge Bernhard Ernst den ersten Punkt ins Mittelburgenland. Gegen seinen untypischen, fast burgundischen 2009er Welschriesling „Steinriegl“ hatte der Blaufränkisch „Von den Rieden“ 2009 von Christoph Wachter wenig zu bestellen. Ausgleichen durfte das der Eisenberg Reserve 2008 vom Schützenhof, der zur Curry-satten Kürbisuppe das bessere Ende für sich hatte. Der frische Veltliner aus der Jungfernlese 2010 von Michael Höferers Weinmanufaktur Deutschkreutz war hier zu zart.

Aber auch Saft und Kraft reichten beim Chardonnay „Steinriegl“ 2009 von Albert Gesellmann nicht zum Sieg. Zum herzhaft pfeffrigen Ziegenkäsebällchen holte der Blaufränkisch „Feine Töne“ 2008 von Wachter-Wiesler 34 Punkte ab; sechs mehr, als das Mittelburgenland mit seinem wohl schönsten Weisswein einfahren konnte.

Es blieb auch beim nächsten Gang, gesottener Brust vom Schneeberg-Beef, knapp. Mit 30:25 Punkten landete der Schützenhof (Pinot noir „Szapary“ 2008) seinen zweiten Treffer, diesmal gegen den Blaufränkisch „Vitikult“ 2009 von Josef Igler. Praktisch gleichauf sahen die Gäste zum Hirsch dann Merlot 2008 von K+K Kirnbauer und die Blaufränkisch Reserve aus dem gleichen Jahr von Reinhold Krutzler (26:28). Damit sicherte der Eisenberger den Sieg, es stand 4:1.

Das klarste Voting (36:18) ging dann schon ein wenig unter. Johann Hofstädters Cabernet-Merlot 2008 verkürzte auf 4:2. Zum Bitterschoko-Mousse mit Weichseln konnte man sich den famosen Blaufränkisch „Julia“ 2008 von Christoph Wachter dann doch nicht so recht vorstellen. Übrigens: Als Sieger durften sich beide Orte fühlen, denn an Gesamtpunkten endete der Abend 174:163 zugunsten Deutschkreutz’.

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Tuesday, 22.05.2012, 14:58 Uhr

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Roland Graf
Mag. Roland Graf weiß als Wein-Kenner und Genussspezialist stets, wo der Bartl den besten Most herholt, welcher Winzer Top-Weine keltert und welche Küche gerade begeistert. Und verrät es regelmäßig im WIENER. (Foto: Bami Hoffmann)

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