The Coat Maker
Designer Christopher Bailey bringt endlich frischen Wind ins Burberry-Haus und zeigt eindrucksvoll, wie sexy ein Trenchcoat eigentlich sein kann.
Nur ein simpler Mantel? Anscheinend nicht, wenn Model Rosie Huntington-Whiteley (Bild links) ihn trägt! Dafür sorgte Chefdesigner Christopher Bailey, der seit zehn Jahren frischen Wind ins britische Traditionshaus Burberry bringt. Zeit für ein Resümee: Bailey hat das leicht angestaubte Image der Marke deutlich verjüngt. Ein Drahtseilakt, schließlich hält die Marke den Status als Hoflieferant und bedient ein mehrheitlich konservatives Klientel. Um den finanzstarken Kundenkreis zu halten, belässt der Designer die Hauptlinie Burberry London weitgehend klassisch. Austoben darf Bailey sich in anderen Bereichen.
Als „Chief Creative Director“ ist er neben der Mode für sämtliche Projekte zuständig – so auch für das jüngste Werbesujet des neuen Duftes „Burberry Body“. Auch die Initiative „Burberry Acoustic“, die britischen Bands eine Plattform für ihre Musik bietet, geht auf sein Konto. Das Lieblingsprojekt bleibt aber die avantgardistische Linie „Burberry Prorsum“ mit grellen Farben und unkonventionellen Materialien, wofür es von der Fachpresse auch viel Lob gab. Allerdings ist die hochpreisige Kollektion nicht in allen regulären Stores erhältlich und verkauft sich generell in sehr geringer Stückzahl.
Kein Wunder, ein Dufflecoat aus Kuhfell ist kaum etwas für den Durchschnittsmann. Dem Designer geht es um den Beweis, dass er mehr kann als nur Trenchcoats schneidern – obwohl das manchmal völlig ausreicht.
Designer: Christopher Bailey
Geboren 1971 in Yorkshire/ England, zieht Bailey zum Studium nach London, das er 1994 am Royal College of Art mit Mastertitel abschließt. Danach arbeitet er für DKNY und Gucci. 2001 wechselt er zu Burberry und steigt dort 2009 zum Chefdesigner auf.
Webtipp: www.burberry.com

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