Kleine Leseliste für SF-Softies
Literaturklassiker jenseits der Wissenschaft
„Solaris“ (siehe hier) gilt als Soft-Science-Fiction, ist also nicht nur Einsteins Jüngern zugänglich. Eine kleine Leseliste für Genre-Einsteiger…
RAY BRADBURY:
Der Mann, der die Bücher verbrannte – freilich nur: in seinen Büchern. Spätestens durch den Film mit Oskar Werner kennt man seine Dystopie „Fahrenheit 451“. Darin ist der Besitz von Literatur streng verboten, so dass ein paar Tapfere sich die wichtigsten Texte auswendig gemerkt haben. Auch in Bradburys „Mars- Chroniken“ (zwischen 1999 und 2026) hat die Menschheit unter Bücherverbrennungen zu leiden.
FRANK HERBERT:
Sechs Folgen der „Dune“-Reihe hat er zwischen 1965 und 1985 selbst geschrieben, weitere acht Pre- und Sequels stammen von seinen Erben. „Der Wüstenplanet“, wie er auf Deutsch heißt, ist Teil der Milchstraße und im 11. Jahrtausend längst bewohnbar. Computer sind die feindliche Intelligenz, und es gilt sie zu bekämpfen. „Dune“ gilt als bester SF-Roman überhaupt, weil Herbert sich die Mühe machte, seine fiktive Welt bis ins kleinste Detail zu perfektionieren.
PHILIP K. DICK:
„Träumen Androiden von elektrischen Schafen?“: ein denkbar sperriger Titel. Ridley Scotts Verfilmung tat gut daran, sich einfach „Blade Runner“ zu nennen. Auch sonst ist Dick wohl der breitenwirksamst verfilmte SF-Autor: Paul Verhoeven, Steven Spielberg, Richard Linklater machten sich an seine tiefgründigen und in lesbarem Stil verfassten Werke. Gerade erst lief „Der Plan“ im Kino. Auch von ihm.
FRANK SCHÄTZING:
Da ist er wieder, der solarische Ozean, aber mitten unter uns und viel brutaler. „Der Schwarm“ war 2004 ein gigantischer Bestseller, dessen Story nach dem Motto „Das Meer schlägt zurück“ beängstigend viel Stoff aus realen ökologischen Krisen der Nullerjahre zog. Zum Glück kommen die Wissenschafter letztlich zum Schluss, dass doch einfach eine böse Macht an allem schuld ist.








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