Hart an der Grenze
Die üblichen Stellungen schon bis zum Umfallen praktiziert? Alltagssex ist nur noch langweilig? Mit ein bisschen Mut gibt es jenseits des Gewohnten noch viel zu entdecken!
Spätestens nach ein paar Jahren Beziehung haben die meisten von uns hauptsächlich Alltagssex: Der ist zwar okay, weil wir gegenseitig unsere Hot Spots kennen, die uns in fünf Minuten zum Höhepunkt bringen. Aber manchmal wünscht man sich einfach mehr: mehr Abwechslung, mehr Überraschung, mehr Aufregung. Dazu müssen wir jedoch über unseren alltäglichen erotischen Tellerrand hinausblicken und uns auf Dinge einlassen, die uns bisher ungewöhnlich bis merkwürdig, manchmal vielleicht sogar als „pervers“ vorgekommen sind. Natürlich sind einige Dinge für manche hart an der Grenze des guten Geschmacks, doch für andere nur an der Grenze zur höchsten Erregung. Und die Belohnung für ein bisschen Mut und Offenheit kann sagenhaft sein …
Under Cover: Alltagshandlungen, erotisch variiert: Wenn du ihn vom Büro abholst, zieh Strümpfe, hochhackige Schuhe und deinen Trenchcoat an – aber nichts darunter. Und wie zufällig öffnet sich natürlich dein Mantel ein Stückchen, wenn er kommt … Geh mit ihr essen und sag ihr beim Aperitif, dass du statt Slip/Short einen Cockring trägst … Wenn das Tischtuch lang genug ist, könnt ihr abwechselnd „nach dem runtergefallenen Ohrring“ suchen – der sicherlich zwischen die Beine des anderen gerollt ist …
Provokation: Bezieht die Umgebung als Stimulans mit ein. Sex an ungewöhnlichen Orten hat schon so manches Blut in Wallung gebracht, erst recht das von unbeteiligten Zuschauern, wenn er wo stattfindet, wo das Beobachtet-Werden fast zwangsläufig passiert. Wer mutiger ist, provoziert noch öffentlicher: Zum Beispiel kann sie zum edlen Abendkleid ins Theater lederne Handfesseln tragen oder er zum Smoking ein Hundehalsband – wetten, dass die beiden Aufmerksamkeit (und sich selbst dabei) erregen?
Schnürpaket: Die Welt der Fesselspiele ist unendlich groß, da gibt es viel mehr Varianten, als nur die Handgelenke ans Bett zu fesseln. Reizvoll sind auch alle Verschnürungen, die den Körper in einer bestimmten Position halten sollen: mit weit gespreizten Beinen zum Beispiel für das besondere Gefühl des Ausgeliefert-Seins. Oder seine Hände vor dem Bauch, damit sie sich daran reiben kann, wenn sie ihren Hengst zureitet.
Zart-hart: Bei empfindlichen Gemütern muss man bei Peitsch-Spielchen nicht mal wirklich zuschlagen. Es genügt schon, eine Reitgerte in die Hand klatschen zu lassen und den Rest der freien Assoziation, Angst und/oder Vorfreude des/der Partners/in zu überlassen. Mit entsprechend gemeiner verbaler Ankündigung, versteht sich. Natürlich kann man auch Klapse austeilen – vorsichtig, um ihre Wirkung auszutesten. Sie erhöhen die Durchblutung und damit die Erregungsfähigkeit (ob sie auch wirklich erregend wirken, hängt von deinen Vorlieben ab). Dazu eignen sich auch Gürtel oder Kochlöffel ganz ausgezeichnet.
Fetischfreuden: Ohne Zweifel können manche Objekte erregend wirken. Der häufigste Fetisch bei Männern sind hochhackige Schuhe, am liebsten mit offenen Zehen, gefolgt von Strapsen und Dessous, die am besten natürlich auch im Bett getragen werden. Damen wünschen sich ihren Lover manchmal im simplen Stringtanga, so dass die Pobacken schön knackig zutage treten. Sich für einander zu verkleiden hat auch einen enthemmenden Effekt: Man schlüpft nicht nur in eine Rolle, man kann sich sehr gut auch in ihr verstecken: Dienstmädchen, Masseuse, Krankenschwester sind ebenso beliebte Rollen wie Lustknabe, Masseur und Herr Doktor.
Manche mögen’s heiß: Für Experimente mit Kerzenwachs eignen sich am besten frische Paraffinkerzen, alles andere wird zu heiß. Wenn das Wachs aus großer Höhe fällt, kühlt es stärker ab, bis es auf die Haut trifft. Wenn du dir das Wachs zum Testen zuerst selbst auf das Handgelenk träufelst, kannst du eigentlich gar nichts falsch machen. Ein gemeines Spielchen ist übrigens, dem/der Liebsten die Augen zu verbinden und heißes Wachs anzukündigen – und dann nur warmes Wasser (etwa aus einem Waschhandschuh) auf ihn/sie zu träufeln.
Viel Vergnügen!








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