Ausstellung: Global Village
Im Rahmen seines Schwerpunktprogramms Design nimmt sich das WAGNER:WERK dem Thema "Ursprung und Moderne" an.
Seit dem Zeitpunkt, da europäische Eroberer und Entdecker mit fremden Ethnien in Kontakt kamen, wurden exotische Gegenstände gesammelt und in die Heimatländer gebracht. Im Laufe der Jahrhunderte füllten sich auf diese Weise die Schatzkammern der damaligen Herrscherhäuser.
Die „Entdeckung“ dieser Objekte als Kunstwerke ging aber nicht von der Ethnologie aus, die sich mehr dafür interessierte, in welchem kulturellen Kontext diese Werke entstanden. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren es die KünstlerInnen, die der westlichen Welt die Augen für den Formenreichtum und die Ästhetik der Objekte aus Afrika, Ozeanien und Altamerika öffneten. Im Mittelpunkt standen dabei Masken, Plastiken, edle Schmuck- und Ritualobjekte.
Größtenteils unbeachtet blieben aber über einen längeren Zeitraum Gegenstände, die nicht sofort als Produkte künstlerischen Schaffens auszunehmen waren. Es sind dies vor allem Objekte für den alltäglichen Gebrauch, die als Einrichtungsgegenstände, Hausrat oder Hilfsmittel für den Bodenbau Verwendung finden. Aus scheinbar unspektakulären Materialien gestalten die Handwerkskünstler aus den außereuropäischen Hemisphären wahre Kunstwerke, die als Dinge zum Sitzen und Liegen, als Aufbewahrungs- und Trinkgefäße oder als Gerätschaften für viele andere Zwecke dienen können.
Konsequent, grundsätzlich, radikal
Die DesignerInnen von heute greifen auf diese anonymen Entwürfe zurück, wenn sie nach fundamentalen Lösungen für ein Gebrauchsproblem suchen. Neue Materialien und Werkzeuge jedoch sorgen heute für eine andere Oberfläche, ein anderes Finish, eine andere Vision.
In der Ausstellung GLOBAL VILLAGE stehen Ursprung und Moderne, ethnische Alltagsgegenstände und europäische Designklassiker, originäre Gestaltungsformen und zeitgenössische Variationen einander gegenüber und verweisen auf die Einflüsse anonymer Gestalter aus Afrika, Asien und Lateinamerika auf die europäische Moderne.
- Wann? 04. Oktober bis 26. November 2011, Mo – Fr 9 – 17 Uhr, Sa 10 – 17 Uhr
- Wo? WAGNER:WERK Museum Postsparkasse der BAWAG PSK, Georg Coch-Platz 2, 1018 Wien
- Programmpartner an der Vienna Design Week
kamen, wurden exotische Gegenstände gesammelt und in die Heimatländer gebracht. Im
Laufe der Jahrhunderte füllten sich auf diese Weise die Schatzkammern der damaligen
Herrscherhäuser. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden die ersten Museen
für Völkerkunde in Europa, und die Exponate gelangten aus den Raritätenkabinetts in die
Öffentlichkeit. Hand in Hand mit der kolonialen Expansion und der Etablierung der
Völkerkunde als Wissenschaft wurden gezielte Sammlungsreisen ausgerüstet, die den
Bestand des ethnographischen Materials in Europa vergrößerten.
Die „Entdeckung“ dieser Objekte als Kunstwerke ging aber nicht von der Ethnologie aus, die
sich mehr dafür interessierte, in welchem kulturellen Kontext diese Werke entstanden. Erst
zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren es die KünstlerInnen, die der westlichen Welt die
Augen für den Formenreichtum und die Ästhetik der Objekte aus Afrika, Ozeanien und
Altamerika öffneten. Im Mittelpunkt standen dabei Masken, Plastiken, edle Schmuck- und
Ritualobjekte.
Größtenteils unbeachtet blieben aber über einen längeren Zeitraum Gegenstände, die nicht
sofort als Produkte künstlerischen Schaffens auszunehmen waren. Es sind dies vor allem
Objekte für den alltäglichen Gebrauch, die als Einrichtungsgegenstände, Hausrat oder
Hilfsmittel für den Bodenbau Verwendung finden. Aus scheinbar unspektakulären Materialien
gestalten die Handwerkskünstler aus den außereuropäischen Hemisphären wahre
Kunstwerke, die als Dinge zum Sitzen und Liegen, als Aufbewahrungs- und Trinkgefäße
oder als Gerätschaften für viele andere Zwecke dienen können.
Konsequent, grundsätzlich, radikal: Die DesignerInnen von heute greifen auf diese
anonymen Entwürfe zurück, wenn sie nach fundamentalen Lösungen für ein
Gebrauchsproblem suchen. Neue Materialien und Werkzeuge jedoch sorgen heute für eine
andere Oberfläche, ein anderes Finish, eine andere Vision. In der Ausstellung GLOBAL
VILLAGE stehen Ursprung und Moderne, ethnische Alltagsgegenstände und europäische
Designklassiker, originäre Gestaltungsformen und zeitgenössische Variationen einander
gegenüber und verweisen auf die Einflüsse anonymer Gestalter aus Afrika, Asien und
Lateinamerika auf die europäische Moderne.









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