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Angespielt: Resistance 3

Trotz der enormen Auswahl an Games, die uns heute zur Verfügung steht, gibt es doch nur wenige Titel, die das Zeug zum echten Hit haben. Die Resistance-Reihe von Insomniac ist so ein Spiel.

Der Inhalt klang schon bei den beiden ersten Folgen nicht wahnsinnig kreativ. Und auch diesmal sind es Aliens, die die Erde erobern wollen (oder es beinahe geschafft haben). Nun gilt es, die grauslichen Eindringlinge zu vernichten.

Auch diesmal spielt sich das Ganze in den 1950ern ab: Eine Spezies namens Chimera hat unter anderem Russland unter sich begraben. In Gestalt des Protagonisten namens Joe Capelli (wer erfindet eigentlich solche Namen?) wird der beinahe hoffnungslose Widerstand von uns spielerisch angeführt.

Die erste Resistance-Folge (Resistance: Fall of Men) war 2006 zum Start der PS3 erschienen und hatte sich überraschend zu einem Verkaufshit entwickelt. Schuld daran hatten die ungewöhnliche Atmosphäre und die technisch einwandfreie Umsetzung – Ähnliches galt für die zweite Folge: Resistance 2 kam 2008 heraus und hob sich u.a. dank des ungewöhnlichen Waffenarsenals von der Mitbewerber-Masse ab.

Wiener-Online hat sich Resistance 3 gleich mal in der Praxis angesehen – und auch dieser Titel ist sehr gelungen. Zwar reißt einem die Grafik nicht vom Sessel und das Spiel fängt auch beinahe gemächlich an. Wäre Resistance ein Film (und dazu fehlt nicht viel), wäre es eher einer von Tim Burton als von Michael Bay. Zwar wird auch hier hinreichend gekämpft, gemeuchelt und gestorben – doch mit mehr Atmosphäre und mehr Hirn als anderswo. So ist es nicht möglich, wild ballernd durch die Gegend zu rennen und auf alles zu schießen, was bei drei nicht auf den Bäumen ist. Die Gesundheitswerte des Hauptdarstellers laden sich nämlich nicht automatisch auf, sondern müssen mit entsprechenden Medizin-Paketen aufgefrischt werden – hoffentlich hat der Typ eine ordentliche Krankenversicherung.

Die beinahe anachronistische Darstellungsweise mit einer Art Milchglas-Effekt ist auf den ersten Blick ungewöhnlich, bei längerem Spielen aber “schön” – falls solch ein Prädikat in einem Ego-Shooter überhaupt erlaubt ist.

Fazit: Ein Pflicht-Titel, den es weiterhin nur für PlayStation 3 gibt.

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Monday, 21.05.2012, 16:57 Uhr

Autorenprofil Robert Prazak

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Robert Prazak ist seit 20 Jahren Journalist und spielt seit 30 Jahren Games aller Art. (Foto: Courtesy of Wirtschaftsblatt)

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