Nach dem Spiel ist vor dem Spiel
Nur die wenigsten Männer schaffen es ohne Probleme zwei- oder mehrmals hintereinander, und wenn, dann nur in einer kurzen Phase ihres Lebens. Sex-Bloggerin Caroline Klima gibt Tipps, wie frau den anderen behilflich sein kann...
Frauen haben Männern gegenüber einige Nachteile im Leben – in puncto Sex aber haben sie einen unbestreitbaren und ziemlich großen Vorteil: Sie können gleich wieder (oder zumindest fast gleich wieder, und das, obwohl ihr Orgasmus noch dazu um einiges länger dauert als der männliche). Natürlich gibt es ein paar junge Hüpfer, die anscheinend allzeit bereit sein können, doch auf den Großteil der männlichen Bevölkerung im Durchschnittsalter trifft das nicht zu. Während die meisten Helden von heute nach ihrem Höhepunkt also ermattet in den Seilen hängen, sind die Herrinnen der Schöpfung schon wieder zu jeder Schandtat bereit. Bloß: Was nützt ihnen das, wenn er nicht mitkann?
Da hilft also nix, wenn frau bei einer Fortsetzung nicht allein ans Werk gehen will, muss sie dem Liebsten unter die Arme greifen. Wer das wörtlich versteht, wird allerdings nichts ausrichten. Ebenso wenig Erfolg wird die Bettgefährtin haben, wenn sie in tiefere Gefilde greift: Sein bester Freund ist klein, verschrumpelt und unempfänglich für sexuelle Reize, im Gegenteil: Wer ihm jetzt zu nahe tritt, vergrault ihn vielleicht für diese Nacht endgültig. Besser ist es, im großen Weisheitenbuch für Sexgöttinnen nachzublättern.
Dort steht zum Beispiel: Schick den Kavalier fort, um Champagner oder Kaviar oder Schokolade zu holen – eigentlich egal, was, Hauptsache, er bewegt sich. Dadurch wird nämlich seine Durchblutung angekurbelt und die braucht er derzeit dringend, um die Schwellkörpermuskulatur zu entspannen und wieder in der Lage zu sein, eine Erektion zu bekommen. Schick ihn aber nicht außer Haus, vom Zigarettenholen sollen schon einige Herren nicht zurückgekommen sein…
Was eine ähnliche Wirkung entfaltet, nach dem Liebesspiel aber vielleicht nicht ganz so herb wirkt wie das Wegschicken, sind Wechselbäder: Du reibst ihn zuerst mit einem kühlen Waschhandschuh ab, dann mit einem, den du zuvor in heißes Wasser getaucht hast. Der Kunstgriff sind großzügige, feste Bewegungen in allen Körperregionen bis auf eine (ziemlich zentrale) – dort würden ihn zarte Berührungen am Anfang höchstens auf- aber nicht erregen.
Am klügsten ist es übrigens, von Anfang an in weiser Voraussicht zu handeln: Wenn du ihn zweimal an einem Abend haben willst, solltest du das erste Mal kurz halten, denn je länger er hart ran muss, umso länger braucht er nachher zur Erholung. Zuerst also vielleicht ein Quickie auf dem Eisbärenfell, etwas später dann eine längere Variante, die im Badezimmer beginnt und im Bett endet.
Du kannst ihn seine Erholungspause natürlich auch einfach in Ruhe genießen lassen (bei geöffnetem Fenster, mit frischer Luft geht’s schneller) und dich in der Zwischenzeit zum Beispiel neu stylen. Duschen, ein anderer Duft, ein anderes Negligé und du verwandelst dich in eine neue Frau. Wenn diese dann an ihren erholten Adonis herantritt, etwa um sich massieren zu lassen oder ihm eine Massage anzutragen, sollte sein Ganzkörpereinsatz eigentlich kein Problem mehr darstellen.
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