Music Monday: Incubus
Incubus überraschen mit milden Tönen. Die vielleicht beste kalifornische Rockband des Moments entwickelt sich zuverlässig weiter.
Gereift und geerdet. Incubus wurden in den späten 90ern durch gute Texte, erstklassige Gitarrensounds und viel Rhythmusgefühl in der kalifornischen Surferszene bekannt, ohne je seicht zu sein. Eine US-Band, die immer Entwicklungen durchmachte und ihre Hörer durch die große Bandbreite ihres Könnens nie langweilte. Die Songs wurden von Album zu Album softer, was sich in „If now now, when?“ fortsetzt.
Vom einstigen Alternative Rock ist kaum etwas übrig, bei der Single „Promises, Promises“ wird untypischerweise sogar zum Klavier gegriffen. Brandon Boyd und seine Bandkollegen sind sehr gereift, haben ihre Aggression abgelegt und machen mittlerweile fundierten Pop/Rock. Incubus galten als große Kritiker des Bush-Regimes. Kritisch sind sie geblieben und regen mit politischen Lyrics zum Denken an: „Oh everything is fine as long as you’re a god fearing, white American“, singen sie zum Beispiel im Song „Thieves“.
Fazit: Je öfter man das Album hört, desto besser wird es. Leider fehlen halt richtige Highlights. Songs wie „Adolescents“ oder „Isadore“ trösten darüber aber gut hinweg.
INCUBUS: "IF NOT NOW, WHEN?" Alternative / Epic Records. Bestes Lied: Thieves

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