Kliener Wochenrückblick (19.8.2011)
Was ist nur mit Peter Klien passiert? Er findet die Woche schön! Hat er sich mit Prinzessin Victorias Schwangerschaftsendorphinen angesteckt? Ist er im Herzen Barca-Fan? Oder einfach nur froh, dass die Salzburger Festspiele aus sind?
Es war eine schöne Woche. Zumindest für Zeitungsleser. Denn auch wenn die ersten Vorboten seriöser Berichterstattung bereits mit gellenderen Pfiffen die Rückkehr einer harten Realität vorwegnahmen, haben inzwischen die Grenzsteine eines friedlich gähnenden Sommerlochs dafür gesorgt, dass weiterhin kaum ein Lüftchen die Ruhe im sommerlichen Blätterwald gefährden konnte. Also vergnügten wir uns über: pinkelnde Schauspieler, schwangere Prinzessinnen und gebärende Miminnen (wie der Boulevard gerne schreibt, wenn er das Wort „Schauspielerinnen“ vermeiden möchte). Über den 79. Geburtstag der Königin Sirikit von Thailand. Und natürlich ganz besonders: über Problem-Kuh Yvonne. Auf deren Haut all diese schöne Geschichten übrigens auch dann nicht gingen, wenn sie eines Tages gefunden würde.
Bald sind die diesjährigen Salzburger Festspiele zu Ende. Deren Motto lautet: Ihr sollt brennen für die Kunst! Wenn ich mir die Eintrittspreise anschaue, kann ich sagen: Das stimmt so! – Und obwohl es aufs erste ungewöhnlich klingen mag: Salzburg zeigt Jahr für Jahr, dass Kunst auch brotlos bleiben kann. Immerhin wird dort zum Champagner Kaviar gereicht. – In dieser Hinsicht ist Jahr für Jahr der „Jedermann“ ein Gipfel der Genüsse: Reiche Schauspieler spielen für reiche Zuschauer das Sterben des reichen Mannes. Mir reicht das langsam. Was soll damit erreicht werden? Ist es nicht so sinnvoll wie der Versuch, in eine Sitzbadewanne eine Gegenstromanlage einzubauen? Man ahnt es doch: Das wird sich nicht ausgehen!
Da schau ich mir viel lieber Fußball an. Und auch wenn Simmering und Kapfenberg in der Vergangenheit Großes geleistet haben: Real gegen Barcelona – das ist Brutalität!








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