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Länger und länger

Mit etwas Konsequenz und der Bereitschaft, an seiner Sexualität zu arbeiten, wird bald jeder Samenerguss auch zum Orgasmus. Hier ein paar einfache, aber effektive Übungen.

Es gibt einen Unterschied zwischen Orgasmus und Samenerguss ­ und er macht vielen Männern zu schaffen. Fast ein Drittel aller Herren haben etwa Probleme damit, dass sie zu früh oder zu schwach kommen. Meist ist dann die Entladung höchstens körperlich, wenn überhaupt spürbar. Bloß: Wie kommt man(n) das eine mit dem anderen mitgeliefert?

Die folgenden Praktiken funktionieren bei regelmäßigem Training:

  • Übung, Übung und nochmals Übung. Warum sollte das eherne Gesetz, das bei so gut wie allen menschlichen Tätigkeiten gilt, gerade bei der wichtigsten Nebensache der Welt nicht gelten? Also: Hol dir regelmäßig einen runter (zum Vergnügen und zu Übungszwecken). Sobald du merkst, dass es gleich so weit wäre, atmest du tief durch und hältst mit deinen Manipulationen inne, bis der größte Druck vorbei ist. Dann machst du weiter. Ziel: 15 Minuten rubbeln bei höchstens 3 kurzen Unterbrechungen.
  • Quetschen: Wenn du den Höhepunkt herannahen spürst, legst du deinen Daumen auf die Oberseite deines besten Stücks (knapp unterhalb der Eichel), deinen Zeige- und Mittelfinger unten dran und drückst zu. Der Ejakulationsdruck sollte sofort nachlassen. Ein anderer Druckpunkt, der ebenso gut funktionieren soll, liegt zwischen Hoden und After. Übrigens: Das Drücken kann ja auch die Bettgefährtin übernehmen …
  • Beckenbodentraining: Der so genannte PC-Muskel steht mit der Stärke deiner Erektion und der Intensität deines Orgasmus in engem Zusammenhang. Es ist jener Muskel, den du zum Unterbrechen des Strahls beim Pinkeln betätigst. Du kannst ihn trainieren, indem du genau das mehrmals hintereinander und über längere Zeit hinweg übst: das Stoppen des Harnstrahls. Nach einer Weile kannst du durch das Anspannen des PC-Muskels auch den Orgasmus hinauszögern. (Diese Übung ist übrigens auch für Frauen mit Orgasmusproblemen äußerst empfehlenswert!)
  • Das wichtigste Sexualorgan ist und bleibt aber dein Gehirn. Wenn dein Denkmuskel möglichst frei ist von sonstigen Sorgen und Belastungen, funktioniert auch das Schwellorgan weiter unten lustvoller. Zum Teufel mit dem Stress in der Arbeit oder dem verlorenen Tennismatch! Wenn das nicht so einfach geht, lauf erst mal eine Runde oder quatsch dir den Ärger (bei einem Freund, einer Freundin) von der Seele oder mach eben das, was dir hilft, wieder runterzukommen.

Sex ist zum Abbau von solchen Spannungen zwar auch geeignet, aber in einer derart verkrampften inneren Gemütslage nur bedingt genussvoll. Denn das wichtigste bei wahrhaft orgiastischem Sex ist, die Gedanken loszulassen, sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren und den Rest der Welt zu vergessen. Wichtig sind nur die Haut der Gespielin, ihre Berührungen, ihre Aktivitäten, dein Feeling, das Kribbeln dort, wo sie dich berührt … Je besser du das Abschalten auch sonst in deinem Leben beherrscht, um so besser klappt es auch beim Sex. Viel Vergnügen dabei!

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Monday, 21.05.2012, 16:10 Uhr

Autorenprofil Caroline Klima

Caroline Klima
Caroline Klima lebt als Autorin, Übersetzerin und Lektorin in Wien – Spezialgebiete Geschichte, Psychologie & Comics. Als langjährige Erotik-Kolumnistin im Netz (u. a. „CaroLines“ seit 1999!) heizte sie den WIENER-Lesern mit ihrer KlimaZone zunächst auf dem Papier ein - und nun auf wiener-online.at.

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