Tobak & Mokka
Vom Rauchen im Kaffeehaus: Mit seinem aktuellen Programm eröffnet das Ensemble "Tinte & Kaffee" bereits seine zwölfte Spielsaison im Café Landtmann.
Was wäre das klassische Wiener Kaffeehaus ohne seine typische, rauchgeschwängerte Luft? Ohne die vom Qualm von Generationen von Kaffeehausinsassen vergilbten Decken und Tapeten? Ohne die geistesanregende, vereinigte Wirkung von Nikotin und Koffein?
Endlich ein Ort, an dem es sich aushalten läßt, ohne bleibende gesundheitliche Schäden davontragen zu müssen – sagen die einen. Der Tod einer Kulturtradition – sagen die anderen. Kaffeehaus und Rauchen – seit Jahrhunderten eine fast untrennbare Kombination. (Wie es scheint.) Wohin führt der Weg des Wiener Kaffeehauses heutzutage, in einer Zeit, da „Rauchfreiheit“ Freiheit vom Rauch bedeutet und nicht, wie früher, die Freiheit zu rauchen?
Durch den Rauch-Nebel der Geschichte versucht das Ensemble „Tinte & Kaffee“ eine Schneise zu schlagen und möglichst unparteiisch beide Seiten zu beleuchten, sowohl Rauch-Verfechter wie auch Rauch-Verächter zu Wort kommen zu lassen. Texte, Gedichte und Beobachtungen von Zeitzeugen, Literaten und Humoristen (wie Joseph Roth, Franz Werfel, Sigmund Freud, Karl Kraus oder Peter Altenberg) quer durch die Jahrhunderte zeigen ein differenziertes und unterhaltsames Bild einer Kulturtradition – und eines ebenso traditionellen Konflikts, der gerade wieder einmal höchst aktuell für Zündstoff sorgt!
Es spielen: Susanne Pichler, Elisabeth Seethaler, Christoph Prückner Regie und Textauswahl: Christoph Prückner
“Tobak und Mokka” hat Premiere am Freitag, dem 1. Juli 2011, im Café Landtmann, und ist ab dann noch an jedem Freitag im Juli zu sehen. Infos & Karten: www.tinteundkaffee.at








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