Blondinen, Blobs & Blaster-Schüsse
Also, ganz ehrlich: Die Jungs von Evolver Books wollten Scott Bradley ja eigentlich schon im April ganz groß rausbringen – das hätte gut zu diversen Raumfahrtjubiläen gepaßt. Juri Gagarins Aufbruch ins All, der Start des ersten Space Shuttle, derartige Meilensteine der Weltraumgeschichte eben…
Aber dann kamen irgendwelche Alien-Hacker über unsere Produktionscomputer und legten sie lahm, sodaß sich die halbe Verlagsbelegschaft in einen streng geheimen unterirdischen Kommandobunker zurückziehen mußte, um Ihnen dieses Buch doch noch präsentieren zu können. Und jetzt ist es da, trotz aller IT-Angriffe schleimiger Blobs.
“Scott Bradley: Blondinen, Blobs & Blaster-Schüsse” versammelt 18 atemberaubende, herzzereißende und gehirnanregende Missionen des berühmten siebzehnschrötigen Weltraum-Commanders, der kälter als sein Bier, skrupelloser als alle Bilderberger zusammen und sensibler als … nein, sensibel ist er wirklich nicht. Commander Bradley hat für Political Correctness nicht mehr als ein verächtliches Grinsen und vielleicht ein paar seiner berühmten Planetenzerschmetterer-Bomben übrig. Genau solche Männer brauchen wir heutzutage im bekannten und erst recht im noch unerforschten Universum.
„Wer ist dieser Scott Bradley?“ werden Sie jetzt vielleicht erstaunt fragen. Und Evolver Books – der Verlag, der mit seiner vierten Pulp-Produktion nun auch ins Reich der Science Fiction vorstößt – kennt die Antwort: Bradley ist der Weltraumheld, dessen massenhaft gedruckte Abenteuer die ungeschickt uniformierten Wachen in SF-Filmen begeistert verschlingen, wenn sie vor der Zentrale des Imperators herumstehen, sich im Flaggschiff des Dunklen Lords langweilen oder durch die endlosen Gänge des Todessterns patrouillieren. Die Berichte über seine Großtaten war schon in Cosmo Pollite, dem unwahrscheinlich witzigen Zukunftsroman von Andreas Winterer, die Lieblingslektüre all der Nebenfguren, die gerade nichts mit intergalaktischen Intrigen, rauhbeinigen 2 Raumschlachten und abgefeimten Alien-Attacken zu tun hatten.
Und damit ist er sozusagen Pulp hoch zwei, das Unterhaltungsprogramm für die Helden unserer liebsten Trash-Romane, das Buch im Buch aus dem futuristischen Universum gleich nebenan. 18 großartige SF-Parodien, die (fast) alle wichtigen Filme und Bücher des phantastischen Genres (und nebenbei auch noch das Militär) gnadenlos aufs Korn nehmen, aufgezeichnet von besagtem Kommunikationsoffzier Winterer und einigen seiner begabteren Leutnants – und ab sofort erhältlich.
Der Autor
Andreas Winterer, Jahrgang 1968 und gebürtiger Kölner, verdient seine Brötchen als freiberuficher Schriftsteller, Autor, Journalist und Coach für Kommunikation und Kreativität in München. Kennt wirklich jeden SF-Film, ist Herausgeber des Literaturmagazins www.kaschemme.de und Autor des Romans „Cosmo Pollite“.


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