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Shooter: Homefront

Der Kampf gegen die Invasoren aus Nordkorea – mit holzgeschnitzten Helden, schlampiger Animation, aber einer herrlichen Pointe.

Nordkorea überrollt Asien und hat weite Teile der USA besetzt, Aufruhr wird brutal im Keim erstickt. Klingt nach den Zutaten für ein B-Movie mit viel Krawall und noch mehr US-Patriotismus – und da liegt man nicht weit daneben: Es handelt sich aber um ein Game, das im Jahr 2027 spielt. Der Anfang von „Homefront“ ist vielversprechend: Im Zeitraffer wird erklärt, wie es so weit kommen konnte.

Es geht also darum, den Widerstand gegen die nord-koreanischen Kolonialisten zu unterstützen. Dazu nutzt man das übliche Waffen- und Fahrzeugarsenal, schleicht sich durch verlassene Hinterhöfe und Gefangenenlager, weicht bösen Soldaten aus oder stellt sich auch mal tot. Eine Enttäuschung ist die grafische Umsetzung; die Personen wirken holzgeschnitzt, die Hintergründe sind teils schlampig animiert. Woran das Spiel aber wirklich leidet, sind unzuverlässige Steuerung und unausgewogene Schwierigkeitsgrade. Deutlich besser als der kurze Einspieler-Modus ist indes die Mehrspieler-Variante, die die optischen Mängel teils vergessen lässt.

Fazit: Marketing-Brimborium und Provokationen reichen nicht, um Homefront aus der Masse der Shooter zu heben. Skurriles Detail: Die Nordkoreaner hätten eigentlich Chinesen sein sollen – das wurde aber noch geändert, um das Spiel für den chinesischen Markt interessant zu machen. Schön langsam gehen den Spiele-Entwicklern die Feindnationen aus.

Homefront von THQ / Kaos, für PS3, Xbox, PC, ab 18; ca. 40 Euro.
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Monday, 21.05.2012, 15:11 Uhr

Autorenprofil Robert Prazak

Robert Prazak
Robert Prazak ist seit 20 Jahren Journalist und spielt seit 30 Jahren Games aller Art. (Foto: Courtesy of Wirtschaftsblatt)

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