Hintereingang
Hübsche Damenpopos reizen das Tier im Mann. Doch die Beglückung von hinten ist eine delikate Angelegenheit…
Zarte Kehrseiten und wohlgeformte Backen reizen nicht nur zum Anschauen… Doch die Variante: nicht nur von hinten, sondern auch in den Hintern, ist eine äußerst delikate, heikle, hochsensible Sache. Viele verziehen angewidert das Gesicht, haben wir doch alle gelernt, dass die Gegend am Ende der Wirbelsäule schmutzig und pfui ist.
Allerdings dürfte a tergo einer Menge Leute auch ziemlich großen Spaß machen, und das schon seit ziemlich langer Zeit. Die ältesten Darstellungen sind mehrere Tausend Jahre alt. Dass die Spielart griechisch heißt, liegt wohl an der Vorliebe der antiken griechischen Herren für zarte hellenistische Knabenpopos, was damals weder gegen den Anstand noch den Brauch verstieß. Ganz sicher ist die Praktik heute jedoch nicht nur in Südosteuropa verbreitet.
Wenn man aus Porno-Werbesprüchen schließen darf, dann ist der weibliche Hintereingang auch bei uns ziemlich beliebt. Bei jeder zweiten horizontalen Dame ist Analsex zu haben – aber gibt’ s auch Damen mit anderem Beruf, die ihn haben wollen?
Worum es Männern dabei geht, ist leicht nachvollziehbar: die rückwärtigen Gefilde sind ziemlich eng (auch für weniger stattliche Johanniter) und die Aussicht soll in dieser Stellung fantastisch sein. Doch was reizt Frauen daran? Vor allem jene, die nicht gerade für ihre Mitwirkung in einem Pornofilm bezahlt werden (die machen sich übrigens vor einschlägigen Szenen einen Einlauf – hmpfff!!!)?
Auf den ersten Blick scheint die durchschnittliche Damenwelt wenig damit anfangen zu können (Hite hat in ihrem Report sogar ganz darauf vergessen). Jene, die es probiert haben, sind sich jedoch ziemlich einig: es gibt keine Sexpraktik, in der sie sich dem Partner so ausgeliefert und zugleich so eins mit ihm fühlten. Außerdem ist dann für die Stimulierung des Klitorisbereichs viel mehr Platz. Analsex kann also ein überaus intimes Erlebnis der besonderen Art werden. Allerdings nur dann, wenn beide es wollen und auch richtig angehen. Ohne Stress, Hektik, Leistungsdruck oder Zwang.
Das Arschloch ist eine zimperliche Rose, die höflichst gebeten werden will. Wenn nicht, gibt sie nichts weiter von sich als schmerzhaften Protest. (Vielleicht kennen die Herren der Schöpfung vom Urologen ein unangenehmes Gefühl, aber diesen stechenden Schmerz fügt er nicht zu. Achtung!). Kein Fünkchen Lust, nicht das geringste, stellt sich ein, wenn zu wenig Gleitmittel da ist oder der Andrang zu eilig erfolgt.
Es gibt keine Praktik, bei der das Vorspiel wichtiger wäre, das sanfte Reizen, Lecken, Einreiben, versuchsweise Eindringen, Zurückziehen, nochmal Streicheln… Geduld ist oberstes Gebot, sowie Einfühlungsvermögen und die Einsicht, dass es nicht beim ersten Mal funktionieren muss. Ist der Anfang erst mal geschafft, entwickelt sich die Sache oft ganz von allein ziemlich steil und geil weiter…
Männer, die genauer wissen möchten, wie viel Spaß das macht, der lasse es die Bettgefährtin mal an sich selbst versuchen. Nicht wenige Männer wissen ein wenig Zuwendung für ihre Kehrseite durchaus zu schätzen – und müssen dazu nicht mal ansatzweise schwul sein…
Viel Vergnügen!
P.S.: Ist eh klar, dass die Analgegend bakterienmäßig ziemlich überbevölkert ist und alles, was sich dort aufgehalten hat (Finger, Schwanz, Spielzeuge wie Analkugeln oder Dildos etc.), zuerst einer gründlichen Reinigung unterzogen werden muss, bevor es sich wieder woanders – insbesondere in der Scheide – herumtreiben darf! Wie üblich empfiehlt es sich aus den schon bekannten Standardgründen, ein Kondom überzuziehen, in diesem Fall aber besonders, wenn der beteiligte Herr zu Harnröhrenentzündungen neigt… Nichts ist öder als ein Nachspiel, das aus Jucken, Brennen und Arztbesuchen besteht!
Mehr zum Thema finden Sie in der aktuellen WIENERIN (260/Mai 2011) oder auf typischich.at







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