WIENER
Genuss

Aromen zwischen Alpen und Adria

Urlaubszeit, Genusszeit. Der WIENER ist in Ferienstimmung und entführt Sie diesen Monat nach Kärnten. Willkommen zu Teil 1 unseres Themenschwerpunktes.

Genusslust an der sonnigen Südseite der Alpen Sonnenuntergang in Maria Loretto am Wörthersee.

Kärnten liegt an der sonnigen Südseite der Alpen. Venedig erreicht man von Klagenfurt in längstens drei Stunden – das ist nicht weiter als nach Wien. Sogar nach Istrien kann man von Österreichs südlichstem Bundesland aus schnell Mittag essen fahren. So sehr Kärntner ihr Heimatland lieben, so gerne unternehmen sie auch einen kurzen Seitensprung Richtung Meer, das nur zwei Autostunden entfernt ist. Sind es heute die Tagesgäste Richtung Süden, so waren es einst Reisende aus dem italienischen Norden, die zur kulinarischen Durchmischung dieser einmaligen Region am Schnittpunkt dreier Kulturkreise und Sprachen (germanisch, slawisch, romanisch) beitrugen. Der Austausch ist gegenseitig, die Grenzenlosigkeit des Genusses schon seit jeher ein Prinzip.

Köstliche Gemeinsamkeiten

Nicht zufällig erinnern Kärntner Käsnudeln an etwas überdimensionale Ravioli, kein Wunder, dass das beliebte Verhackerte in Südkärnten in der Nähe an der Grenze zu Slowenien „Sasaka“ genannt wird. Viele der klassischen Kärntner Gerichte finden ihre köstliche Entsprechung auch jenseits der Grenze – als Beispiel sei hier nur der traditionelle „Reinling“ genannt, mit Zimt und Rosinen gefüllte Germteig-Kuchen, den man in Friaul als „Gubana“, in Slowenien als „Poha?a“ kennt. Eine Besonderheit der Kärntner Küche ist das unbekümmerte Nebeneinander von süß und sauer. So wird etwa der süße Reinling gerne zur sauren Kirchtagssuppe (aus dreierlei Fleisch und mit viel Rahm) oder zum Osterschinken gegessen.

Geschmack kennt keine Grenzen

Gewürzt mit einer ordentlichen Portion Kreativität, einer Messespitze Neugierde, einer Handvoll Liebe zum Geschmack und einer großzügigen Prise Gastfreundschaft schaut die zeitgemäße Kärntner Küche über den Tellerrand Richtung Süden – ohne auf die Essenz ihrer Tradition zu vergessen.

Kärntner Wirtshauskultur

Von Gourmet-Restaurants am Wörthersee-Ufer über die gemütliche Buschenschank bis zum Wirtshaus – die Gastronomie hat viel zu bieten. Nicht zu vergessen sind die kleinen, mittelständischen Produzenten, deren Spezialitäten man auf den Tellern der Gastronomen finden kann, wie auch regelmäßig beim Bauernmarkt am Klagenfurter Benediktinerplatz oder am Villacher St. Josephs-Platz: je nach Saison riecht es nach Speck und Haussalami, nach Kren, Bauernbrot und Reinling, nach Käsespezialitäten und Produkten aus Kärnten, Slowenien und Italien.

Neugierig geworden? wiener-online zieht es in den Süden, deshalb feiert wir diesen Monat Kärnten-Schwerpunkt. Dranleiben, mitlesen und mit etwas Glück einen Urlaub gewinnen. Wohin? Na raten Sie mal…

Nähere Informationen unter www.kaernten.at
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