Alles Gute, George!
Hollywood-Hero George Clooney wird 50. Im WIENER-Interview erzählt er von seinen Hoffnungen, seiner schlimmsten Rolle und verrät, was er mehr hasst „als eine Prostata-Untersuchung mit eiskalten Händen“.
Ein Mann wird 50 und nabelt sich von seiner Frau ab. Okay, da muss die Midlife Crisis zugeschlagen haben. Aber was ist es, wenn ein Mann 50 wird und sich von seiner 18 Jahre jüngeren, super-sexy Geliebten trennt? Sagen Sie nicht idiotisch. Denn Sie könnten damit George Clooney beleidigen. Und wer will das schon. Zumal der Star, den alle Frauen lieben und alle Männer beneiden, noch nicht bestätigen mag, ob er sich zum Meilenstein-Geburtstag selbst die Freiheit geschenkt hat. Wie auch immer. Ob mit oder ohne Beziehung, ob unter oder über 50 – ein Sex-Symbol bleibt er eh. Wenn auch eins auf dem absteigenden Ast. Nein, das ist keine Beleidigung für George. Das sagt er selbst.
Hier ein Auszug aus dem exklusiven WIENER-Interview mit dem Jubilar. Die vollständige Fassung finden Sie im WIENER 356/Mai 2011.
Alles Gute zum 50er. Keine Probleme damit?
Überhaupt nicht. Älter zu werden, ist eine bessere Option als tot zu sein. Ich muss ehrlich sagen, dass ich es genieße, mir beim Altern zuzusehen. Wo ich jetzt bald auf die 60 zugehe, bekomme ich auch endlich mal neue Rollen mit neuen Herausforderungen. Denn in meinem Alter der Held in einer romantischen Komödie zu sein, ist nicht mehr wirklich glaubhaft.
Dagegen sprachen die Sex-Szenen in Ihrem letzten Film „The Amercian“, bei denen man Ihnen zusehen konnte. Das passiert nicht sehr oft.
Moment mal. Meinen Sie, dass in meinem Sexleben nicht viel passiert?
Gott behüte. Die Betonung liegt auf zusehen. Die Gene haben es gut mit Ihnen gemeint. Wie steht es, wenn Sie einer Frau in Ihrem Alter begegnen und bei näherem Hinsehen entdecken, dass die ihrem Aussehen mit Haar-Extensions und Busen-Implantaten nachgeholfen hat? Denken Sie sich „Gut, dass sie an sich arbeitet“ oder ist Natürlichkeit mehr Ihr Ding?
Weder noch. Ich finde, dass Frauen das tun sollen, mit dem sie sich am besten fühlen. Das Dumme ist nur, dass heutzutage schon 25-Jährige versuchen, jünger auszusehen.
Andere Männer mit 50 sind Serientäter in Sachen Scheidung. Sie waren einmal verheiratet und haben sich danach geschworen „Nie wieder!“ Kommt denn die Ehe wirklich nicht mehr für Sie infrage?
Darauf kann ich Ihnen nur meine Standardantwort geben: Wir sterben alle allein.
Sie scheinen Angst vor festen Bindungen zu haben.
(Spielt Entrüstung): Wie können Sie so etwas sagen. Ich war doch andauernd verlobt. Haben Sie das denn nie gelesen?
Nur bei der letzten Verlobung mit Elisabetta Canalis. Davon gab es sogar Bilder.
(feixt) Das war eine verrückte Geschichte. Wir saßen in Como in einem Restaurant draußen beim Essen und sie hat mit dem Ring von ihrer Serviette gespielt. Genau in dem Moment muss der Fotograf abgedrückt haben. Und schon waren wir verlobt.
GEORGE TIMOTHY CLOONEY wurde am 6. Mai 1961 in Lexington im US-Bundesstaat Kentucky geboren. In den 1980er Jahren erste Fernsehauftritte, allerdings wurden aus seinen Pilotfilmen niemals Serien. Den Durchbruch schaffte er in den 1990er Jahren mit der Rolle des Kinderarztes Doug Ross in „Emergency Room“. Danach erste Film-Rollen, endgültiger Durchbruch mit „From Dusk Till Tawn“. Clooney engagiert sich immer wieder politisch, zuletzt war er mehrfach im Sudan, um auf die Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen.







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