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AIDS – Auch Ich Denke Sicher

Die Hand geben, von einem Teller essen, die gleiche Toilette benützen ... Gerüchte, was man angeblich alles mit HIV-Positiven nicht tun dürfte, gibt es reichlich. Die meisten davon sind falsch. Aus Anlass des bevorstehenden Life-Balls ein paar Klarstellungen.

Hitze, Lust, Erregung… Spüren statt Denken, Fühlen statt Nachgrübeln, Genießen statt Überlegen. Das ist der Stoff, aus dem guter Sex gemacht ist. Wer denkt mitten im heißesten Gefecht schon gerne an Langweiligkeiten wie Gesundheit, Sicherheit, Schutz? Kaum jemand. Doch wer möchte dann unter Umständen die irreversiblen Spätfolgen tragen?

Guter Sex ist vor allem entspannter Sex. Guten Sex kannst du vor allem dann genießen, wenn du weißt, dass du in Sicherheit bist. Dass du als Frau zum Beispiel nicht schwanger wirst, wenn du das nicht möchtest. Dass du dir, egal ob Mann oder Frau, keine Geschlechtskrankheit holst, weil du gut geschützt bist. Und dass du auch keine weitergibst, weil du über dich Bescheid weißt.

Wenn sich zwei lieben, freuen sich Millionen Dritte: Ganze Heerscharen von mikroskopisch kleinen Lebewesen (Viren, Bakterien, Pilzen etc.) beteiligen sich nur allzu häufig am Austausch von Körperflüssigkeiten. Im Liebesrausch nimmst du sie selten sofort wahr, doch einige Zeit später – manchmal auch erst Jahre später – melden sich die Spätfolgen. Und manchmal ist es da bereits zu spät. Vor allem bei der gefährlichsten aller sexuell übertragbaren Erkrankungen: AIDS.

Ungeschützten Verkehr mit einem/einer HIV-Positiven zu haben, ist wie russisches Roulette spielen. Klar kann es gut gehen. Aber wie oft? Das Ansteckungsrisiko hängt von der Viruskonzentration des Sekrets ab: In Samenflüssigkeit und Blut ist sie am höchsten, in Speichel am geringsten. Durch kleine, meist gar nicht spürbare oder sichtbare Verletzungen können die Erreger in den Körper eindringen, wo sie manchmal jahre- oder sogar jahrzehntelang schlummern, bevor das volle AIDS-Krankheitsbild zum Ausbruch kommt. Eine HIV-Infektion sieht man jemandem nicht an. Der gestylte Banker kann ebenso infiziert sein wie die flippige Studentin. Das ist im Grunde auch nicht tragisch, denn im Alltag kann man mit HIV-Positiven all das machen, was man mit anderen Menschen auch tun kann: die gleiche Toilette benutzen, von seinem/ihrem Essen kosten, das gleiche Handtuch verwenden, im gleichen Schwimmbad schwimmen. Streicheln, kuscheln, umarmen.

Gefährlich wird es nur dann, wenn Blut oder Sperma ins Spiel kommen, denn zur Übertragung von Aids ist eine gewisse Virenkonzentration notwendig, und die ist in Blut oder Sperma eben am höchsten. Sex ist deshalb die häufigste Ansteckungsart, da beim Sex nicht nur diese Flüssigkeiten eine prominente Rolle spielen, sondern dabei häufig auch die für eine Infektion notwendigen (Kleinst-)Verletzungen auftreten.

HIV/Aids ist entgegen anderslautenden Gerüchten nicht heilbar. Das ist wichtig: Aids ist zwar behandelbar, aber es verläuft in jedem Fall tödlich. Je früher eine Infektion erkannt wird, desto eher können wirksame Medikamente eingesetzt werden, die die Lebensqualität verbessern und die Lebenserwartung verlängern. Darum sollten sich Anhänger ungezwungener Sexualkontakte ab und an testen lassen, schon allein, um sicherzugehen, dass sie bei ihren sexuellen Streifzügen keinen anderen Menschen anstecken. Mit dem eigenen Leben zu spielen ist Geschmackssache. Das Leben anderer zu riskieren, ist letztklassig.

Davor schützen kann man sich bekanntlich nur mit Kondom. Durch sexuelle Praktiken, bei denen man nicht mit Körperflüssigkeiten in Berührung kommt (der berühmte Safe Sex), können allerdings auch HIV-Infizierte Sex haben und Erotik genießen. Vorsichtig und verantwortungsvoll, das heißt: mit Wissen des/der Bettgefährten/in. Denn schließlich muss jeder selbst entscheiden können, welches Risiko er auf sich zu nehmen bereit ist.

In diesem Sinne: Feiern Sie heute Abend – aber lassen Sie Ihr Hirn eingeschaltet!

Hitze, Lust, Erregung … Spüren statt Denken, Fühlen statt Nachgrübeln, Genießen statt
Überlegen. Das ist der Stoff, aus dem guter Sex gemacht ist. Wer denkt mitten im heißesten
Gefecht schon gerne an Langweiligkeiten wie Gesundheit, Sicherheit, Schutz? Kaum jemand.
Doch wer möchte dann unter Umständen die irreversiblen Spätfolgen tragen?

Guter Sex ist vor allem entspannter Sex. Guten Sex kannst du vor allem dann genießen, wenn
du weißt, dass du in Sicherheit bist. Dass du als Frau zum Beispiel nicht schwanger wirst,
wenn du das nicht möchtest. Dass du dir, egal ob Mann oder Frau, keine Geschlechtskrankheit
holst, weil du gut geschützt bist. Und dass du auch keine weitergibst, weil du über dich
Bescheid weißt.

Wenn sich zwei lieben, freuen sich Millionen Dritte: Ganze Heerscharen von mikroskopisch
kleinen Lebewesen (Viren, Bakterien, Pilzen etc.) beteiligen sich nur allzu häufig am
Austausch von Körperflüssigkeiten. Im Liebesrausch nimmst du sie selten sofort wahr,
doch einige Zeit später – manchmal auch erst Jahre später – melden sich die Spätfolgen.
Und manchmal ist es da bereits zu spät. Vor allem bei der gefährlichsten aller sexuell
übertragbaren Erkrankungen: AIDS.

Ungeschützten Verkehr mit einem/einer HIV-Positiven zu haben, ist wie russisches Roulette
spielen. Klar kann es gut gehen. Aber wie oft? Das Ansteckungsrisiko hängt von der
Viruskonzentration des Sekrets ab: In Samenflüssigkeit und Blut ist sie am höchsten, in
Speichel am geringsten. Durch kleine, meist gar nicht spürbare oder sichtbare Verletzungen
können die Erreger in den Körper eindringen, wo sie manchmal jahre- oder sogar
jahrzehntelang schlummern, bevor das volle AIDS-Krankheitsbild zum Ausbruch kommt.

Eine HIV-Infektion sieht man jemandem nicht an. Der gestylte Banker kann ebenso infiziert
sein wie die flippige Studentin. Das ist im Grunde auch nicht tragisch, denn im Alltag kann
man mit HIV-Positiven all das machen, was man mit anderen Menschen auch tun kann: die
gleiche Toilette benutzen, von seinem/ihrem Essen kosten, das gleiche Handtuch verwenden,
im gleichen Schwimmbad schwimmen. Streicheln, kuscheln, umarmen.

Gefährlich wird es nur dann, wenn Blut oder Sperma ins Spiel kommen, denn zur
Übertragung von Aids ist eine gewisse Virenkonzentration notwendig, und die ist in Blut oder
Sperma eben am höchsten. Sex ist deshalb die häufigste Ansteckungsart, da beim Sex nicht
nur diese Flüssigkeiten eine prominente Rolle spielen, sondern dabei häufig auch die für eine
Infektion notwendigen (Kleinst-)Verletzungen auftreten.

HIV/Aids ist entgegen anderslautenden Gerüchten nicht heilbar. Das ist wichtig: Aids
ist zwar behandelbar, aber es verläuft in jedem Fall tödlich. Je früher eine Infektion
erkannt wird, desto eher können wirksame Medikamente eingesetzt werden, die die
Lebensqualität verbessern und die Lebenserwartung verlängern. Darum sollten sich Anhänger
ungezwungener Sexualkontakte ab und an testen lassen, schon allein, um sicherzugehen, dass
sie bei ihren sexuellen Streifzügen keinen anderen Menschen anstecken. Mit dem eigenen
Leben zu spielen ist Geschmackssache. Das Leben anderer zu riskieren, ist letztklassig.

Davor schützen kann man sich bekanntlich nur mit Kondom. Durch sexuelle Praktiken, bei

denen man nicht mit Körperflüssigkeiten in Berührung kommt (der berühmte Safe Sex),
können allerdings auch HIV-Infizierte Sex haben und Erotik genießen. Vorsichtig und
verantwortungsvoll, das heißt: mit Wissen des/der Bettgefährten/in. Denn schließlich muss
jeder selbst entscheiden können, welches Risiko er auf sich zu nehmen bereit ist.Hitze, Lust, Erregung … Spüren statt Denken, Fühlen statt Nachgrübeln, Genießen statt Überlegen. Das ist der Stoff, aus dem guter Sex gemacht ist. Wer denkt mitten im heißesten Gefecht schon gerne an Langweiligkeiten wie Gesundheit, Sicherheit, Schutz? Kaum jemand. Doch wer möchte dann unter Umständen die irreversiblen Spätfolgen tragen? Guter Sex ist vor allem entspannter Sex. Guten Sex kannst du vor allem dann genießen, wenn du weißt, dass du in Sicherheit bist. Dass du als Frau zum Beispiel nicht schwanger wirst, wenn du das nicht möchtest. Dass du dir, egal ob Mann oder Frau, keine Geschlechtskrankheit holst, weil du gut geschützt bist. Und dass du auch keine weitergibst, weil du über dich Bescheid weißt. Wenn sich zwei lieben, freuen sich Millionen Dritte: Ganze Heerscharen von mikroskopisch kleinen Lebewesen (Viren, Bakterien, Pilzen etc.) beteiligen sich nur allzu häufig am Austausch von Körperflüssigkeiten. Im Liebesrausch nimmst du sie selten sofort wahr, doch einige Zeit später – manchmal auch erst Jahre später – melden sich die Spätfolgen. Und manchmal ist es da bereits zu spät. Vor allem bei der gefährlichsten aller sexuell übertragbaren Erkrankungen: AIDS. Ungeschützten Verkehr mit einem/einer HIV-Positiven zu haben, ist wie russisches Roulette spielen. Klar kann es gut gehen. Aber wie oft? Das Ansteckungsrisiko hängt von der Viruskonzentration des Sekrets ab: In Samenflüssigkeit und Blut ist sie am höchsten, in Speichel am geringsten. Durch kleine, meist gar nicht spürbare oder sichtbare Verletzungen können die Erreger in den Körper eindringen, wo sie manchmal jahre- oder sogar jahrzehntelang schlummern, bevor das volle AIDS-Krankheitsbild zum Ausbruch kommt. Eine HIV-Infektion sieht man jemandem nicht an. Der gestylte Banker kann ebenso infiziert sein wie die flippige Studentin. Das ist im Grunde auch nicht tragisch, denn im Alltag kann man mit HIV-Positiven all das machen, was man mit anderen Menschen auch tun kann: die gleiche Toilette benutzen, von seinem/ihrem Essen kosten, das gleiche Handtuch verwenden, im gleichen Schwimmbad schwimmen. Streicheln, kuscheln, umarmen. Gefährlich wird es nur dann, wenn Blut oder Sperma ins Spiel kommen, denn zur Übertragung von Aids ist eine gewisse Virenkonzentration notwendig, und die ist in Blut oder Sperma eben am höchsten. Sex ist deshalb die häufigste Ansteckungsart, da beim Sex nicht nur diese Flüssigkeiten eine prominente Rolle spielen, sondern dabei häufig auch die für eine Infektion notwendigen (Kleinst-)Verletzungen auftreten. HIV/Aids ist entgegen anderslautenden Gerüchten nicht heilbar. Das ist wichtig: Aids ist zwar behandelbar, aber es verläuft in jedem Fall tödlich. Je früher eine Infektion erkannt wird, desto eher können wirksame Medikamente eingesetzt werden, die die Lebensqualität verbessern und die Lebenserwartung verlängern. Darum sollten sich Anhänger ungezwungener Sexualkontakte ab und an testen lassen, schon allein, um sicherzugehen, dass sie bei ihren sexuellen Streifzügen keinen anderen Menschen anstecken. Mit dem eigenen Leben zu spielen ist Geschmackssache. Das Leben anderer zu riskieren, ist letztklassig. Davor schützen kann man sich bekanntlich nur mit Kondom. Durch sexuelle Praktiken, bei denen man nicht mit Körperflüssigkeiten in Berührung kommt (der berühmte Safe Sex), können allerdings auch HIV-Infizierte Sex haben und Erotik genießen. Vorsichtig und verantwortungsvoll, das heißt: mit Wissen des/der Bettgefährten/in. Denn schließlich muss jeder selbst entscheiden können, welches Risiko er auf sich zu nehmen bereit ist.

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Monday, 21.05.2012, 14:38 Uhr

Autorenprofil Caroline Klima

Caroline Klima
Caroline Klima lebt als Autorin, Übersetzerin und Lektorin in Wien – Spezialgebiete Geschichte, Psychologie & Comics. Als langjährige Erotik-Kolumnistin im Netz (u. a. „CaroLines“ seit 1999!) heizte sie den WIENER-Lesern mit ihrer KlimaZone zunächst auf dem Papier ein - und nun auf wiener-online.at.

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