Platz 2: Aprilia RS125
Leader of the Pack. Das waschechte Race-Bike im Testfeld: Die größte Stärke der Aprilia RS125 ist damit gleichzeitig ihre Achillesferse. Der sportlich gestreckten Sitzposition und dem engen Kniewinkel zollt man auf längeren Ausfahrten Tribut, der einzige Zweitaktmotor im Testfeld hat wegen der immer strenger werdenden Abgasvorschriften ein baldiges Ablaufdatum. Der viertaktende Nachfolger der RS125 mit dem Namen RS4 steht bereits in den Startlöchern und soll ab August die emissionsoptimierte Ablöse antreten – mit sattem Schub in allen Lebenslagen dürfte es dann endgültig vorbei sein.
Sehr schade, denn kein Viertakter kommt mit 15 PS (ungedrosselt max. 23 PS) so zügig voran wie die Aprilia mit ihrem Rotax-Zweitakter.
In Sachen Ausstattung, Verarbeitung und Fahrdynamik ist die italienische Rakete ebenfalls über jeden Zweifel erhaben. Das ausbalancierte Chassis liegt wie ein sprichwörtliches Brett auf der Straße, für eine Vollbremsung reicht allein der Zeigefinger am Bremshebel. Bringen wir es auf den Punkt: Kaum ein anderes Achtelliter-Bike im Test kann mit der edlen Aprilia mithalten, die RS125 kassiert von unseren Testern fast ausschließlich Bestnoten. Wer für verhältnismäßig wenig Geld richtig flott unterwegs sein will, sollte schnell zuschlagen: Ein paar Reststücke sind zum günstigen Aktionspreis von 3995 Euro noch zu haben.
Aprilia RS125: 1-Zyl.-2-Takt, flüssig gekühlt, Vergaser, 15 PS bei 8250/min, 13 Nm bei 8000/min, Sitzhöhe 805 mm, Radstand 1345 mm, 137 kg fahrfertig; www.aprilia.at
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