Best of Aphrodisiaka
Heute schon Fledermausblut, Arsen oder Belladonna genossen? Nicht nötig, es gibt mittlerweile appetitlichere Lustpusher.
Zaubertränke, um die eigene erotische Anziehungskraft zu steigern oder die sittlichen Hemmungen des Gegenübers zu Fall zu bringen, sind seit Urzeiten bekannt. Kleopatras durchschlagender Erfolg bei Cäsar und Marc Anton soll mit der geheimen Verabreichung von Stechapfel und Opium zu tun gehabt haben – abgesehen von ihren legendären Bädern in Jasminöl und Rosenblüten.
Casanova hingegen hat seine Manneskraft nach anstrengenden Liebesnächten angeblich mit 50 rohen Austern wieder aufgefüllt.
Dummheit oder Wahrheit? Unbestritten enthalten Aphrodisiaka durchblutungsfördernde oder psychoaktive Substanzen, die das Potenzometer ansteigen lassen. Am effektivsten sind die Ingredienzien stets in möglichst ursprünglicher Form – deswegen richten die meisten Sexshop-Mittelchen nur mehr placebomäßig auf: Sie sind bis zur Wirkungslosigkeit verarbeitet.
Am besten verlasse mann sich auf eine umfassende Inszenierung mit Körperduft, Raumaroma, Candlelight-Dinner und Liebestropfen. Dann sollte sich eine Massage mit Patchouliöl eigentlich erübrigen.
Nahrhaftes:
Meeresfrüchte, rohes Fleisch, Trüffeln, Schokolade, Sellerie
Natürliches:
Wurzeln wie Ginseng: allgemein gesundheitsfördernd, dadurch auch potenzsteigernd
Damiana: als Tee ausgesprochen sinnlich öffnend, wenn auch der Geschmack zu wünschen übrig lässt
Potenzholz (Muira Puama): wirksam ist ein selbst hergestellter alkoholischer Auszug
Duftendes:
Ätherische Öle (Rose, Jasmin, Sandelholz, Patchouli) pur oder in Badezusätzen, Massageölen, Räucherwerk verduften in der Aromalampe recht stimulierend
Psychedelisches:
Poppers: sehr kurzfristiger, aber extrem heftiger Push-up der Sinne (Vorsicht: wegen Herzbelastung gefährlich in Verbindung mit Viagra)
Gefährliches:
Spanische Fliege (Tropfen, Dragees, Cremes): Die zerstoßenen Überreste des Insekts trieben die Menschen im Mittelalter angeblich zum Wahnsinn. Moderne Untersuchungen zeigen, dass das Zeug nicht nur die sexuelle Performance schwächt (!), sondern auch echt giftig sein kann.
- Condomi: 6; Otto Bauer-Gasse 24
- So ziemlich alle Sex-Shops in Wien (z.B. Art-X: 21; Percostraße 3 oder SexWorld: 6; Mariahilferstraße)
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