Sprechblasen über Linz
NextComic 2011 - Landeshauptleute, Vizebürgermeister und Kulturzampanos loben die „wichtige und vielfältige Kunstform Comics“ - in Österreich! Wer hätte sich das je träumen lassen.
Linz, 4.3. 2011. – Im überfüllten Kinosaal 1 des Moviemento im OK (Offenes Kulturhaus Oberösterreich) geht eine professionell gemachte und präsentierte Eröffnungsshow samt Beatbox-Einlagen des offiziellen Weltrekordhalters im Beatboxen fii über die Bühne. Im Publikum unter anderem der aktuelle Zeichner der Serie „Lucky Luke“, der Franzose Achdé, künstlerisches Erbe des verstorbenen Lonesome Cowboy-Erfinders Morris, die Lokalgröße Gerhard Haderer und wichtige Persönlichkeiten aus der oberösterreichischen Kunst- und Kulturszene, Sponsoren und Politiker. Unter ihnen Landeshauptmann Pühringer, der später den Salon eröffnet, nicht ohne zu betonen, wie gerne er selbst eine Comic-Figur aus der Feder Haderers ist und wie wichtig und toll Comics sind, und dem Organisator des Festivals Gottfried Gusenbauer zu danken, auch wenn er ihn in der Hitze des Gefechts als Alfred anspricht. Kann passieren in der Politik.
Diesem – Gottfried – Gusenbauer ist es zu verdanken, dass 2011 das Linzer Comic-Festival NextComic bereits zum dritten Mal stattfindet. Und das für 2012 bereits geplant und vorbereitet wird. Die Gunst der Stunde in Form der Kulturhauptstadt Linz 2009 nutzend hat Gusenbauer ein Festival auf die Beine gestellt, dass sich international sehen lassen kann und auch bereits international Beachtung findet.
Wie es sich für ein Comic-Festival gehört spannt sich der Bogen von Kindercomics (etwa in Form der mitsponsernden Werbefigur Sparefroh) und Publikumsmagneten wie Lucky Luke über Vorträge (hier Lectures genannt), Workshops und einer Sammlerbörse bis zu anspruchsvollen Comic-Romanen (Neudeutsch Grafic Novels geheißen) sowie Kunstinstallationen und -performances rund um das vielfältige Medium der narrativen Bilder. An Dutzenden Locations quer durch die Stadt unter Einbeziehungen so wichtiger Kulturstätten wie dem Arts Electronica Center, in dem anläßlich des Festivals ein virtuelles Comic-Fisch-Aquarium eröffnet wird, dem Lentos Kunstmuseum und dem OK/Ursulinenhof. Sowie mit Auslagerungen in Form von zwei wichtigen Ausstellungen, die in Gmunden und Wels stattfinden.
Linz erweist sich dabei als idealer Veranstaltungsort. Zum einen ist die Stadt seit der Ars Electronica gewohnt neue und ungewöhnliche Wege zu gehen. Zum anderen sind es weltweit nicht die größten sondern kleinere und Mittelstädte, in denen Comicfestivals florieren: Angouleme in Frankreich, Sand Diego in den USA, Lucca in Italien, Erlangen in Deutschland… Die Erreichbarkeit zu Fuß der meisten Vernanstaltungsorte, die Einbeziehung der ganzen Stadt und die damit einhergehende Wichtigkeit des Festivals sind nur so erreichbar und schaffen ein besonderes Flair..
Hier kann sich NextComic in Linz bereits jetzt bedenkenlos einreihen, als Österreichs größtes, bedeutendstes und auch einziges Comicfestival. Diesmal sogar mit Bundesmittelförderung. Ein Novum hierzulande für die Neunte Kunst, wie Comics in Frankreich auch genannt werden.
NextComic findet noch bis zum 11.3. statt, viele Ausstellungen sind aber auch über diesen Termin hinaus noch geöffnet.
Näheres auf der Website des Festivals: www.nextcomic.org







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