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Rapunzel, Rapunzel

Dass Frauen den Bikini-Ausschnitt rasieren ist mittlerweile Standard. Warum aber versuchen bisher nur wenige Männer, dem Wildwuchs rund um ihre Lenden Herr zu werden?

Stellen Sie sich mal ein weibliches Becken zwischen wohlgeformten Rundungen vor, die man nur leider vor wuchernder Lockenpracht nicht erkennen kann. Aus kulinarischer Sicht sind Haare auf der Zunge und Klopapierreste zwischen den Zähnen noch gar nicht das Schlimmste, was einem dabei passieren kann.

Denken Sie nun an dasselbe Becken, das seine Geheimnisse reizvoll zurechtgestutzt präsentiert: Oberschenkel und Venuslippen glatt, darüber dieses wunderbare Dreieck, dessen Spitze wie ein Wegweiser nach unten zeigt. Lecker, nicht wahr?

Warum sollte das Gleiche nicht auch für den Nudelsalat in Ihrer Körpermitte gelten? Ich weiß, seit Delilah mit Samsons Langhaar zugleich seine Manneskraft kastriert hat, ist das Verhältnis zwischen Männerwelt und Haaren gespalten. Doch niemand verlangt, dass gleich alles weg muss. Ein bisschen weniger Haar an den richtigen Stellen sieht nicht nur weitaus appetitlicher aus, es birgt auch noch andere Vorteile.

Abgesehen von hygienischerer Intimpflege und Kühle auch im hitzigsten Gefecht besteht der interessanteste für Sie wahrscheinlich darin, dass Ihr bester Freund optisch größer dasteht. Schließlich erscheint auch die verkrüppeltste Lärche in getrimmtem Rasen wie eine stattliche Eiche … – Und wenn das alles nichts nutzt, denken Sie doch an Ihre Mitwelt: Auch Frauen finden wenig Gefallen an Haaren im Mund, die nach Ihrem letzten Pissoirbesuch schmecken!

Ob Sie die Aufgabe nun selbst, nass oder trocken bewältigen, hängt von Ihrer Partnerin und Ihrer Haut ab. Empfindsameren Gemütern rate ich zur Trockenvariante, da die Nassrasur auf empfindlicher Haut unansehnliche Pickel produzieren kann. Vorarbeit leistet der Barttrimmer auf Stufe 2 oder 3. Zur Leiste hin kann jeder gängige Damenrasierer coole Glätte herstellen. Wenn Ihr männlicher Stolz das nicht zulässt, gibt es etwa mit dem Philips Bodygroom oder dem Gillette Fusion Power auch Intimrasierer für das stark(behaart)e Geschlecht. Epilieren empfiehlt sich nur für die ganz Harten. Die ganz Weichen tun es mit Enthaarungscreme. Anschließend sollten Sie die Haut in jedem Fall mit einem kühlenden Gel, Balsam oder Körperöl beruhigen, damit beim Intimvergnügen nur ihre Testes jucken.

Videotipp: How To Shave Your Groin
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Userkommentare

2 Kommentare zu diesem Artikel | Kommentar schreiben
  • 17. März 2011 von Michael B.:

    Liebe Caroline,

    sorry, aber deine Meinung teile ich nicht ganz. Ich finde diesen trend einfach lächerlich und es zeigt einmal mehr wie der Mensch gen die Natur arbeitet. Ok, man(n) muss nicht aussehen wie ein Neandertaler, aber immer komplett aalglatt durch die Gegend rennen ist derartig peinlich und künstlich. Die Männer – oder besser die jungen Burschen – sehen aus wie Schwuchteln, nur nicht wie Männer. Bei den Frauen ist es ein bißchen anders, allerdings habe ich immer das Gefühl, wenn ich mit einer komplett Rasierten im Bett bin, dass ich es mit einem Kind treibe. Und das ist ja wohl wirklich grausam. Kein Wunder, dass da immer mehr pädophile auftauchen. Eine Sexualwissenschafterin hat erst kürzlich geschrieben, dass durch den “glatten” Trend das animalische, dass ursprünglich am Sex verloren geht. Es wird sozusagen eine künstliche Sache und führt letzlich zu weniger Sex (siehe Artikel in der Wienerin 03/2011).

    lg
    Michael B.

  • 17. März 2011 von Nicole Kolisch:

    Lieber Michael,
    Na dann:
    Der Text (bzw. die Diskussion darunter) könnte was für dich sein: http://www.zib21.com/15911/manjun/sex-fur-fortgeschrittene-27-rettet-den-biber/
    lg,
    n.

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Thursday, 17.05.2012, 09:13 Uhr

Autorenprofil Caroline Klima

Caroline Klima
Caroline Klima lebt als Autorin, Übersetzerin und Lektorin in Wien – Spezialgebiete Geschichte, Psychologie & Comics. Als langjährige Erotik-Kolumnistin im Netz (u. a. „CaroLines“ seit 1999!) heizte sie den WIENER-Lesern mit ihrer KlimaZone zunächst auf dem Papier ein - und nun auf wiener-online.at.

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