Lusthaus. Nestroys Mädlerie.
Ein ziemlich übel beleumundeter Heuriger von Bruno Max
Theatertipp. Der verblichene Johann Nepomuk N. war wirklich kein Kostverächter, was die holde Weiblichkeit betrifft, wenn er als echter Biedermeier auch immer penibel darauf bedacht war, jeden erotischen Skandal zu vertuschen, der seine bürgerliche Existenz gefährden – oder seiner besseren Hälfte zu Ohren hätte kommen können.
Nach dem extrem erfolgreichen Ausflug zu Shakespeare’s Bankett im letzten Jahr, lädt das “Theater zum Fürchten” die Zuschauer heuer in einen äußerst schlecht beleumundeten Vorstadtheurigen ein. Dort trifft man Nestroys zerrissene Weiberhelden, Möchtegern- „verfluchte Kerle“, liebestolle Biedermänner und die weiblichen Objekte ihrer Begierden.
Wein oder Wasser, Sex oder Sentimentalität, Dullijö oder Drama? Serviert wird der Klassiker Nestroy nur in Originaltexten, aber ganz neu, bissig und ungeschminkt. Getränke im Preis inklusive, die Damen nicht.
Lesen Sie hier den Bericht von Martin Thomas Pesl!
Premiere am Dienstag, dem 5. April 2011, weitere Termine: 6.-9., 12.-16. und19.-20. April 2011, jeweils um 19:45 im Theater Scala (Wiedner Hauptstraße 106-108, 1050 Wien), Reservierungen unter +43 1 544 20 70
Mit: Sebastian Brummer, Rebecca Döltl, Bernie Feit, Florian Graf, Irene Halenka, Sandra Knoll, Sibylle Kos, Georg Kusztrich, Bruno Max, Michael Reiter, Christina Saginth, Jörg Stelling. Inszenierung: Bruno Max







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