Kurt “Supermax” Hauenstein (1949-2011)
A Lovemachine In Town: Mit "Supermax" verliert Österreich einen seiner international bedeutendsten Musiker.
Kurt Hauenstein, besser bekannt unter seinem Projekt- und Bandnamen »Supermax«, war ein internationaler Popstar aus Österreich. Ja, so etewas gab und gibt es – auch jenseits von Falco.
Er war schon lange als Musiker tätig, bevor er 1976 in Deutschland eben das groovige, international besetzte Projekt »Supermax« aus der Taufe hob. Mit »Lovemachine« (siehe unten) gelang ihm ein bis heute oft gespielter Disco-Klassiker, der als erster österreichischer Welthit der Pop-Neuzeit gilt.
Super, Max!
Lovemachine erschein 1979 in den USA und erreichte Platz 96 der Billboard Blackcharts, außergewöhnlich für eine – teilweise – weiße Band.
Hauenstein war auch der erste Musiker, der unter Lebensgefahr mit einer multinationalen Band durch das damals noch von der Apartheid bestimmte Südafrika tourte.
2006 trat Kurt Hauenstein – dessen Vater übrigens der bekannte Wienerliedtexter Hans Hauenstein war - beim Donauinsellfest auf. 2008 erhielt er den Amadeus Award für sein Lebenswerk, sowie das silberne Verdienstzeichen der Stadt Wien.
Überall dabei
Was kaum jemand weiß, ist, bei wieviel anderen Projekten, der Erfolgsfaktor Hauenstein eine – wenn auch versteckte – Rolle gespielt hat. Hier ein paar Einblicke in das unsichtbare Wirken eines Großen:
Fakt 1: Hollywood lives on
Die Geschichte eines der Evergreens sowie Welthits des Austropop, »(Good Old) Hollywood (Is Dying)«, ist reich an Kuriositäten. Die von Waterloo & Robinson performte Nummer wurde 1974 von Musik-Allrounder Christian Kolonovits an nur einem Abend geschrieben und getextet. Auf der Aufnahme spielt er auch Klavier. Daneben sind neben echten Streichern auch noch Kurt Hauenstein am Bass und als Chor »Die Schmetterlinge« zu hören. »Hollywood« wurde in 70 Ländern zum Hit.
Fakt 2: Sidestep Ratzer und Gypsie Love
»Gypsie Love« war eine legendäre österreichische Band der 70er-Jahre, in der u. a. Kurt Hauenstein, Richard Schönherz, Jano Stojka und Peter Wolf mitspielten. Und natürlich die Gitarrenlegende Charly Ratzer, der als Jazzer auch in den USA nachhaltige Erfolge feierte.
Fakt 3: 1980 durfte Supermax als erste westliche Popgruppe in Jugoslawien, Bulgarien, Ungarn, Rumänien und der Tschechoslowakei auftreten.
In der Nacht von 20. auf 21. März 2011 erlag Hauenstein seinen Herzproblemen. Er wurde 62 Jahre alt. Österreich verliert ein Ausnahmetalent. Mehr dazu hier.









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