Digitale Beipackzettel
Das österreichische Startup Diagnosia.com bietet Medikamentensuche online an
Magenverstimmung oder vielleicht doch Schistosomiasis? Wenn der Bauch zwickt, wird erst einmal gegoogelt. Klar weiß jeder, wie schwachsinnig bis gefährlich internetgestützte Selbstdiagnose ist, aber jeder tut es. (Sie auch, geben Sie’s ruhig zu.)
Der stetig wachsende Markt medizinischer online Recherche und die mangelende Qualität der dort auffindbaren Inhalte waren für fünf österreichische Unternehmer und Ärzte Gründe genug, ein Startup ins Leben zu rufen, das diesen Markt radikal ändern und verbessern will.
Eine persönliche Diagnose durch den Vertrauensarzt ist nicht per Online-Dienst ersetzbar – das war allen Beteiligten von vornherein klar. Aber zumindest im zweiten Schritt, in der Medikamentensuche, wollte man sinnvolle Qualitätsstandards schaffen.
Mehrsprachig und europaweit
Gesagt, getan: www.diagnosia.com bietet digitale Beipackzettel (für Laien) und Fachinformationen (für ÄrztInnen) an. Die Daten liegen in 22 Sprachen vor und kommen durch Kooperationen mit nationalen und internationalen Zulassungsbehörden für Arzneimittel zustande. Man will eine umfassende, laufend aktualisierte Datenbank der weltweit verfügbaren Medikamente schaffen. Eine kostenlose, wohlgemerkt.
Der Service bietet auch eine Suchfunktion an, die sich detaillierter auf die Inhalte der Arzneimittel bezieht: Gibt der User “Kopfschmerzen” ein, liefert Diagnosia alle gegen Kopfschmerz zugelassenen Medikamente. 20.000 dieser Arzneimittel und Wirkstoffe stehen ab Launch zur Verfügung. Tendenz: rasant ansteigend.
Am 1. April 2011 fällt der Startschuss. Der WIENER hat vorab bei Dr. Lukas Zinnagl, dem CEO von Diagnosia, nachgefragt, was und wer aller hinter dem ambitionierten Projekt steht.
Lesen Sie auf der nächsten Seite: Fünf Fragen zu Diagnosia
Diagnosia.com stammt aus Wien und bietet Beipackzettel online an: kostenlos und mehrsprachig abrufbar. Die stets aktuellen Inhalte stammen ausschließlich von staatlichen Quellen und der europäischen Gesundheitsbehörde (EMA) weshalb eine bis dato unvergleichbare Qualität gewährleistet ist. Eine Mobile Applikation für iPad, Android und iPhone kommt noch 2011 für Patienten und Ärzte.









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