Wie der Wiener Hauptbahnhof entsteht
Österreichs größte Baustelle liegt mitten in Wien und hat ziemlich exakt die Größe der Josefstadt. Außerdem hat sie eine illustre Entstehungsgeschichte.

109 Hektar Baustelle (cirka die Fläche des achten Wiener Gemeindebezirks) mitten in Wien werden bis 2014 den größten Bahnhof des Landes entstehen lassen.
On Location. Der Bau des neuen Wiener Hauptbahhofs ist wohl das Mammutprojekt Europas am Baustellensektor. Auf einem 109 Hektar großen Areal entsteht ein Schienenknotenpunkt von drei europäischen Transversalen (im Fachjargon: TEN, „Transeuropäisches Netz“), sprich ein Bahnhof, der Züge aus allen Himmelsrichtungen miteinander verbindet. Auch die Frage danach, warum so ein Mammutprojekt nötig war, ist leicht geklärt. Einerseits war die vorhandene Bahn-Infrastruktur alt, andererseits bestand zwischen den bisher im Südbahnhof zusammenlaufenden Gleisen von Süd- und Ostbahn ein Höhenunterschied von fünf Metern. Der alte Südbahnhof war also ein Kopfbahnhof in beide Richtungen, das Transeuropäische Netz unterbrochen.
Fertigstellung 2014
„Es wäre keine gute Idee gewesen, die Transversale nach Osten abwandern zu lassen. Verkehrswege bringen wirtschaftlichen Aufschwung, das war schon bei der Seidenstraße so“ sagt Ekkehart Neumüller, der Projektkoordinator der Mammut-Baustelle. Deren Einreichphase startete im Jahr 2006, exakt sechs Jahre vor der geplanten „Teilinbetriebnahme“ Ende 2012 und genau acht Jahre vor der geplanten Fertigstellung des gesamten Gleisprojekts im Dezember 2014. Ein Bauzeitplan, der einzuhalten ist: „Am Zeitpunkt des Fahrplanwechsels Ende 2014 ist nicht mehr zu rütteln.“
Der WIENER nutze die größte Baustelle Wiens, um den Lanrover Defender zu testen. Die schmutzigen Details lesen Sie hier.
DI Ekkehart Neumüller (Projektleiter): Der 43-jährige Wiener Tiefbauingenieur steht seit 2005 im Dienste der ÖBB. Er ist Projektkoordinator der Baustelle Hauptbahnhof, also die Schnittstelle zwischen den ÖBB als Bauherr, dem Planerteam und den Bauunternehmen. www.oebb.at







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