Masterplan
Pandora möchte Gutes tun. Und erklärt den WIENER-Lesern den weiblichen Körper. Diesmal richtig. Natürlich unzensiert und praktisch viergeteilt.
Füße. Verflucht sei jener Tag, an dem die erste wasserstoffblondierte Porno-Actrice ihre Plateau-Absätze in die Schultern ihres Besteigers rammte. Das muss der Tag gewesen sein, an dem sich gefühlte achtzig Prozent aller Männer gedacht haben: “Das will ich auch!”, zum nächstbesten Erotik-Discounter sprinteten und ihre Herzdame mit Plastikware im Wert von mehreren hunderten Euro beglückten. Schwarzer Lack oder Lapdance-Pink samt durchsichtigen Heels. Zugegeben: Die Dinger sehen auf sehr primitive Weise ja geil aus. Was aber tun, wenn der Liebste verlangt, man möge die Pornobock nicht nur im Bett tragen, sondern auf ein paar verführerische Moves pocht? Geht nicht – im wahrsten Sinne des Wortes. Mein Tipp, meine Herren: Seien Sie lieb zu unseren Füßchen. Nicht umsonst rennen wir zur Pediküre und bepinseln uns die Nägel in Nuttenrot. Lutschen Sie an Zehen, streicheln Sie Sohlen, knabbern Sie an Fersen – aber bitte: Lassen Sie die durchsichtigen Plateauklötze jenen, die sie wirklich brauchen.
Brüste. Ja, wir haben welche. Kleine, große, harte, weiche, spitze, runde, apfel- und birnenförmige. Solche mit untertassengroßen, solche mit kirschkernkleinen Nippeln. Kein Paar gleicht dem anderen. Jedes reagiert anders. Es gibt Frauen – an guten Tagen zähle ich mich zu ihnen – die allein durch die richtige Berührung an den Rand des Orgasmus oder sogar darüber hinaus getrieben werden können. Und dann gibt es Frauen, an deren Oberweite sie stundenlang herumkneten werden, ohne dass etwas Gröberes passiert. Generell lautet die Faustregel: je größer, desto robuster. Die Kunst liegt in der Variation. An Nippeln knabbern und kneten kann jeder. Versuchen Sie es mal mit sanftem Ziehen. Oder: mit einem leichten Schütteln. Oder umfassen Sie beide Plaisirteilchen mit den Händen am Ansatz und holen so das Äußerste an Empfindsamkeit an den Enden heraus. Noch ein letzter Gedanke: Nach dem Orgasmus sind Brüste sehr männlich. Sie wollen in Ruhe gelassen werden.
Arsch. War einst ein großes Tabu, gehört mittlerweile zum Standard-Hausfrauenprogramm. Liegt ja auch irgendwie auf der Hand: Millionen Schwule können sich nicht irren. Von denen kann man in Sachen Schokostübchen einiges lernen, deswegen mein Rat: Ziehen Sie sich mit ihrem Lieblingshomosexuellen mal auf einen kleinen Braunen zurück. Dann werden Sie nämlich verstehen, warum eine Frau ab und zu Nein sagt. Nicht etwa, weil sie prüde ist. Sondern, weil sie weiß, dass sie bereits seit längerem nicht auf der großen Seite war und Ihnen das Resultat eines menschlichen Einlaufs ersparen möchte. Erklärt sich die Dame bereit, Sie durch den Hintereingang zu lassen, hat sie meist guten Grund dazu, nämlich Lust. Seien Sie dankbar, seien Sie sensibel. Und sorgen Sie in Gottes Namen für genügend Flüssigkeit. Gleitmittel, Spucke, geschmolzene Eiswürfel, Babyöl, ganz egal, Hauptsache es flutscht. Ansonsten gelten die gleichen Regeln wie beim üblichen GV: lieb zu Beginn, hart im Abgang.
Muschi. Achtung: Mit diesem Wissen können Sie die Welt beherrschen. Also, es gibt drei Sorten Männer – solche, die’s dir gar nicht machen, dann die Wühler und die Pieker. Die erste Sorte verlangt, dass man schön rasiert ist, hat aber selber so einen Busch am Sack. Dann gibt’s den Wühler. Benimmt sich da unten wie eine Hausfrau am Wühltisch beim Sommerschlussverkauf. Der Pieker ist der Schlimmste, denn er denkt, er ist der Allerbeste, weil er im Gegensatz zu den anderen den Kitzler tatsächlich findet. Und dann wird drauf losgepiekt, als gäb’s kein Morgen. Das schmerzt. Also, liebe Männerwelt: Lecken ist gar nicht so schwer. Bewegt die Frau das Becken nach vorne, gefällt es ihr. Bewegt sie das Becken nach hinten, machen Sie irgendetwas falsch. Mutige ziehen in diesem Fall ihr Köpfchen aus der Scham und fragen nach. Womit wir bei der wichtigsten erogenen Zone angelangt sind: dem weiblichen Gehirn. Aber diesem widme ich mich beim nächsten Mal.








Pfffft. Das liest sich ja wie aufgewärmter Mikrowellenfraß! ;D
S.