Weihnachten mal anders
Element of Crime vergreifen sich an „Last Christmas“.

Element of Crime (Foto: Ingo Pertramer)
Das große Fest steht vor der Tür, und alle Jahre wieder überschwemmt uns der Musikmarkt mit schnöden Best- Of-Weihnachtsalben, Band Aids und Feliz Navidads. Sven Regener und Konsorten schalten sich dieses Jahr ins Weihnachtsgeschäft ein und machen das mit einem gewohnten Augenzwinkern.
Auf „Fremde Federn“ findet man zwanzig Covers von Dusty Springfield über Wham! bis zu Udo Lindenberg. Die Lieder wurden im Laufe der letzten 25 Jahre aufgenommen und bisher nur als B-Sides veröffentlicht. Gesammelt auf einer CD polarisiert das Resultat: „Last Christmas“ bleibt sogar in der Version von Element of Crime ein ziemlich mieser Song, man merkt aber, wieviel Spaß Regener dabei hat, George Michael auf die Schippe zu nehmen. Bei„It’s All Over Now, Baby Blue“ schlüpft Regener in die Rolle von Dylan, lässt den Song allerdings nicht so schleifen wie Master Bob. „Spooky“ und „She Brings The Rain“ sind musikalische Highlights, die mit viel Ideenreichtum arrangiert sind und anders klingen als ihre Originale, während Gassenhauer wie „My Bonnie Is Over The Ocean“, oder „Hamburg 75“ eher peinlich berühren und wie Fremdkörper wirken. Man kann vielleicht beim ersten Mal drüber lachen, danach sind diese Nummern aber nichts weiter als nervige Tracks, die einen die Skip-Taste betätigen lassen.
Resümee: Ein witziges Produkt, das die Musikwelt nicht nachhaltig verändern wird.








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