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Genuss

Hau rein!

Hungern vor der Bescherung? Darben zu Silvester? Alles Quatsch. Mit diesen Tipps bleibt der Genuss, und Sie nehmen in den Feiertagen nur zwei statt fünf Kilo zu.

Weihnachtsgans

Foto: CC by kadluba

Eins ist sicher: Fitter werden wir über die Feiertage nicht. Wir werden fetter, in Zucker gegossen und mit Weihnachtsgans gefüllt. Aber bitte, man bringt sich ja nicht von Weihnachten bis Silvester in Form, sondern von Silvester bis Weihnachten. Trotzdem können die festlichen Nebenwirkungen von fünf auf zwei Kilo reduziert werden. Ganz ohne Verzicht, nur mit kleinen Tricks, mit denen wir uns selber überlisten.

Das Essen
Wir reden jetzt nicht von Tofu statt Gans oder Karpfen. Der Tisch soll sich ruhig biegen und auch eine zweite Portion muss sein dürfen, beim vorspeislichen Putenstreifen-Salat etwa. Oder bei der Gemüsesuppe. Folge: eingeschränktes Platzangebot für Hauptspeise und Kekse. Eine ähnliche Wirkung erzielt man durch ein großes Glas Wasser, eine Viertelstunde vor dem großen Fressen. Und am besten zu jedem Glas Wein und Bier. Das hat zudem den Vorteil einer gewissen geistigen Frische, wenn die Familie Essenzielles erzählt. Beim Essen selbst empfiehlt sich der Genuss. Soll heißen: Das Besteck beim Kauen an den Tellerrand legen. Dadurch konzentriert man sich aufs Schmecken und nicht auf den nächsten Bissen. Außerdem stellt sich das Sättigungsgefühl schneller ein.

Die Uhrzeit
Ein guter Tagesplan ist in Krisenzeiten wichtig. Und wenn Brunch-Mittagessen-Kaffejause-Dinner nicht aufs Gemüt schlagen sollen, ist zu empfehlen: Alles um eine Stunde vorverlegen. Frühstück um neun, Abendessen um fünf. Effekt: Die kurzen Abstände lassen weniger Hunger aufkommen und vor sieben setzt man weniger an. Daher sollten auch die Kekse irgendwann vom Tisch geräumt oder zumindest nicht zum sechsten Mal aufgefüllt werden.

Die Bewegung
Eigentlich am wichtigsten, denn das ständige Sitzen bremst den Stoffwechsel. Im Bestfall nützt man gerade die Weihnachtstage für irgendeinen Morgensport von Spaziergang bis Waldlauf. Zumindest kann man aber den Weg zur nächsten Völlerei dem körperlichen Einklang widmen: Kurze Strecken zu Fuß oder bewusst früher aus Taxi oder Bim aussteigen. Dass Frischluft hungrig macht, stimmt übrigens gar nicht.

Völlerrei stört nicht nur den Stoffwechsel, sondern auch die Freundschaft. Denn, wie der Kabarettist Georg Kreisler sagte: "Als wir noch dünner waren standen wir uns näher."
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