Aufregend
Neues Jamiroquai-Album: Ein echtes Meisterwerk.

Foto: Max Vadukul
So manch ein britischer Kollege der Electronic-Funk Formation Jamiroquai sollte neidisch werden, denn es ist nicht einfach, derartig hochwertigen Pop zu machen. Die Songs von Jamiroquai sind seit den 1990ern nicht von den Tanzflächen der Welt wegzudenken. Sie waren immer schon eingängig, aber nie seicht, haben einen unverwechselbaren Soundcharakter (Funk-Riffs gepaart mit dominanten Bass-Linien) und sind, auf den Punkt gebracht, einfach gefällig.
Auf dem siebten Studioalbum der Band ist es nicht anders. Jay Kay und Konsorten haben sich neue Produzenten an Bord geholt: Der Sound ist nach wie vor unverwechselbar, doch klingen viele Tunes rockiger und weniger künstlich als früher, was das entsprechende Quäntchen Unterschied zu vergangenen Produktionen macht. Kurzum: Man könnte annehmen, dass sich eine Band wie diese nach 18 Jahren im Geschäft gezwungen fühlt, sich neu zu erfinden, weil die Gefahr zu groß ist, immer dasselbe zu machen. Dass dieser Fall nicht eintritt liegt vor allem an Jay Kay’s samtweicher Stimme. Er hat sich stark weiterentwickelt, singt zum Beispiel in “Hurtin’” viel schmutziger als sonst und erinnert ein bisschen an Prince (allerdings ohne zum Eunuch zu werden).
“Rock Dust Light Star” ist von der ersten bis zur letzten Minute aufregend, wird nie langweilig und erweitert die britische Musikgeschichte um ein weiteres Meisterwerk.
Jamiroquai "Rock Dust Light Star" Electronica / Marcury Records. Bestes Lied: Hurtin'







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