Wählerfang im Netz
Was Obama kann, können wir schon lange. Oder etwa nicht? Die Polit-Insider Andrea Heigl und Philipp Hacker haben den rot-weiß-roten Wahlkampf 2.0 unter die Lupe genommen.

Foto: Holger Lang / pixelio.de
10 Guidlines für Webwahlkämpfer:
- Authentizität und Glaubwürdigkeit sind wichtiger als technische Spielereien
- Das Verhalten muss zum Medium passen
- Nie eine Presseaussendung als Statusmeldung auf Facebook posten!
- Nicht erst im Wahlkampf entdecken, dass es Twitter gibt. Rechtzeitig beginnen, eine Community und die entsprechenden Datenbanken aufzubauen.
- Nicht spammen! Mailings sehr genau dosieren und inhaltlich differenziert verschicken: Datenbanken nach Interessensschwerpunkten gliedern; nicht jedes Thema spricht jeden Abonnenten an.
- Dem Internet ernsthaft einen Platz in der Kommunikationsstrategie zuweisen und früh überlegen, was dieser Platz sein kann.
- Eigenen Online-Content produzieren anstatt das Web bloß als „Restlverwertung“ für übriggebliebene Plakat-Sujets zu nutzen.
- Nicht vor Publikum streiten.
- Keine Online-Leichen! Webauftritte, die nicht mehr betreut werden (z.B. nach Ende einer Kampagne) wieder vom Netz nehmen; nicht sich selber überlassen…
- Keine parteipolitisches „Kampfposten“ in Foren wie z.B. derstandard.at. Das ist peinlich und trotz Anonymität durchschaubar.
- Andrea Heigl (26) arbeitet seit 2007 als politische Journalistin beim „Standard, derzeit in der Chronik mit Schwerpunkt Wien und Niederösterreich-Politik.
- Philipp Hacker (27) arbeitet seit 2005 beim „Kurier“, dzt. im Ressort Innenpolitik. Gemeinsame Publikationen mit Andrea Heigl: „Wahlen in Österreich“ und „Österreich und die EU“ (Holzhausen Verlag).








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