Music Monday: Leichtigkeit des Seins
Clapton’s back - mit einer Platte, die keinen Platz für die einsetzende Winterdepression lässt.

Foto: Warner Music
„Dieses Album war eigentlich so nicht beabsichtigt. Ich habe die Dinge einfach laufen lassen. Herausgekommen ist eine Sammlung von Songs, die nicht wirklich auf der Hand lagen.“ So beschreibt Eric Clapton sein neuestes Album. Kurios – denn gerade „Clapton“ ist ein typisches Werk für den Altmeister des Blues.
Eric Clapton war im vergangenen Jahrzehnt nicht unbedingt jemand, der mit vielen neuen Releases von sich reden machte. Vielmehr scheint es so, als hätte Clapton eine Reise in die Vergangenheit unternommen, um seine Wurzeln zu finden. Die Blues-Legende arbeitete an einer Autobiografie und wiedervereinigte sich mit den Cream-Kollegen Jack Bruce und Ginger Baker. Das neue Album „Clapton“ spiegelt genau diese Reise in die Vergangenheit des Blues wider. Clapton klingt oft eklektisch und bedient sich altbewährter Methoden, Songs aufzubauen. Das schadet aber nie. Man ist sofort mit den Melodien vertraut und lässt sich gerne mitreißen.
„Everything Will Be Alright“ glänzt durch suptilen Softrock, während „That’s No Way To Get Along“ Folk-Elemente mit klassischem Blues vermischt. Besonders gelungen sind die neuen Interpretationen von Irving Berlins „How Deep Is The Ocean“ und Hoagy Carmichaels „Rocking Chair“. In„Travellin’ Alone“ singt Clapton zwar über Einsamkeit, aber das mit Trotz und Ironie. Generell hat das Album eine wunderbare Leichtigkeit an sich, ohne je banal oder verkitscht zu wirken. „Immer, wenn es daran geht, ein Album aufzunehmen, stehe ich entweder unter dem Druck, etwas Großes ausdrücken zu wollen oder gar nichts. Bei diesem Album dachte ich, dass wir sicher viel Spaß haben werden. Es gab keine Vorüberlegungen, alles kam wie von allein an die Oberfläche.“ Genau diese Spontanität macht die neue CD zu einem Erlebnis.








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