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Das WIENER Bierlexikon

Durst wird durch Bier erst schön, heißt es. Alles, was Sie sonst noch über die Hopfenschorle wissen müssen, hat der WIENER in ein praktisches Verzeichnis gegossen - von A bis Z.

CC-BY Philipp Roth

CC-BY Philipp Roth

ÄGYPTEN: Schon vor 3000 Jahren wurde in Ägypten Bier gebraut. Es gehörte zu den Grundnahrungsmitteln

ALE: Eine Sortenbezeichnung für obergärige Biere nach englischer Art.

BERLINER WEISSE: Weizenbier mit geringem Alkoholgehalt, das mit einem Schuss Himbeer- oder Waldmeistersirup serviert wird.

BITTERES BIER: Je mehr Hopfen verwendet wird, desto bitterer der Geschmack.

CHURCHILL: Ein Biergetränk aus 3cl Dampari und 0,3l hellem Bier

DUNKLES BIER: Bei der Verwendung von dunklem Malz entsteht dunkles Bier.

ENZYME: bilden sich beim Keimen der Gerste und bauen beim Maischen Stärke und Eisweiss ab. Hefeenzyme zerlegen während der Gärung Malzzucker in Alkohol und Kohlensäure.

FASTENBIER: bekam seinen Namen von der Fastenzeit, die in den Klöstern streng befolgt wird. Es hieß: Was flüssig ist, bricht kein Fasten.“

GÄRBOTTICH: Riesengroßes, offenes Gefäß, in dem die flüssige, abgekühlte Würze zusammen mit der Hefe zum Gären kommt.

HOPFEN: Für das Bierbrauen werden nur die Fruchtzapfen der weiblichen Pflanzen verwendet, denn sie enthalten die wichtigen Aroma- und Bitterstoffe.

INTERNATIONALER BIER-PRO-KOPF-VERBRAUCH: 2008 wurden in Tschechien 154, in Österreich 109,7 und in Deutschland 107,1 Liter pro Kopf konsumiert.

KÖLSCH: ist ein obergäriges, hellgoldenes Bier, das nur in Köln und seiner unmittelbaren Umgebung gebraut werden darf. Es gibt nur etwa 26 Brauereien, die das Recht besitzen Kölsch zu brauen.

KLOSTERBIER: In Klöstern wurde verstärkt Bier gebraut, als man feststellte, dass kräftig gebrautes Bier (dunkles, malziges) gegen den Hunger half. So wurde dem Fasten („Flüssiges bricht Fasten nicht“) ein Schnippchen geschlagen.

LAGERBIER: frühere Bezeichnung für zumeist untergärige Biere, die einige Monate oder länger im Keller lagerten, bevor sie zum Ausschank kamen.

LÄUTERBOTTICH: hat die Funktion eines großen Siebes. Die fertige Maische kommt in diesen Bottich und sobald die Flüssigkeit zur Ruhe kommt, setzen sich die unlöslichen Bestandteile am Boden ab.

MAISCHE: Brei, der aus geschrotetem Darrmalz und Wasser besteht.

NACHREIFEN: Das junge Bier braucht noch Zeit zum Reifen.

OBERGÄRIG: Unsere Vorfahren brauten wetterbedingt mehr obergäriges Bier (Temperatur zwischen 15 und 20 Grad), weil untergäriges Bier schwer herzustellen war (benötigt dafür Temperaturen zwischen 4 und 9 Grad).

PILS: Gattungsbegriff für stark gehopftes, kristallklares, untergäriges Bier mit weichem Schaum. Es gehört zu den Vollbieren.

RAUCHBIER: hellbraunes, untergäriges Vollbier mit dem Geschmack von geräuchertem Schinken.  Eine Spezialität aus Bamberg.

REINHEITSGEBOT: gilt in Deutschland, aber nicht in Österreich. Es besagt, dass im Bier nur die vier Zutaten Wasser, Malz, Hopfen und Hefe vorkommen dürfen.

STAMMWÜRZE: Ist nicht der Alkoholgehalt, sondern der Zuckergehalt der Würze vor der Vergärung. Sie schwankt bei Bieren zwischen 6 und 25%.

TREBER: unlösliche Bestandteile, die sich absetzen, wenn die Maische in den Läuterbottich läuft.

UNTERGÄRIGES BIER: wird bei Temperaturen zwischen 4 und 9 Grad hergestellt. Erst seit der Erfindung der Kältemaschine (1876) ist es möglich, das ganze Jahr über untergäriges Bier zu brauen. Seit dieser Zeit wurde das obergärige Bier fast verdrängt. Lassen sich länger lagern.

VOLLBIER: mit 12-15% Stammwürze das meistgetrunkenste Bier in Österreich. Z.B. Pils, Lager, Märzenbier. Vollbier hat einen Alkoholanteil von 3-5%.

WASSER: Der Wasseranteil im Bier liegt nach der Gärung zwischen 84 und 88%.

WEISSBIER: In manchen Gegenden (v.a. In Bayern) wird zum Weizenbier Weissbier gesagt.

WIENER BIER: hellbraunes Bier von klarer Beschaffenheit und süßem Geschmack

WÜRZE: sobald die Maische gefiltert ist, spricht man von Würze oder Bierwürze

ZUCKER: Bei der Bierherstellung verwandelt sich die Stärke der Gerstenkörner in Zucker. Dieser ist notwendig, um beim Gärungsprozess Alkohol und Kohlensäure zu erzeugen.

"Zwischen Leber und Milz passt immer ein Pils" (Verfasser unbekannt)
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