Music Monday: Schmutziger Sex
Nick Cave erzählt auf dem neuen Grinderman-Album auf träge Art höchst reizvolle Storys.
Wenn man so prägend für die Musikgeschichte war wie Nick Cave, hat man keinen großen Erfolgsdruck. Im Fall seines jüngsten Projekts scheint das ein Vorteil zu sein. Grinderman wurde vor knapp vier Jahren gegründet, Cave holte sich dafür drei Mitstreiter von den Bad Seeds ins Boot. Und das klingt als Grinderman wieder wie in alten Tagen Die Gitarren sind schrill, laut, manchmal unmelodisch und rebellisch. Nick ave kommt immer wieder wie der Zuhälter daher, der mit tiefer, kratziger Stimme verruchte Geschichten über ex, Frauen und Rockeralltag singt.
Kritische Fans werden vielleicht beanstanden, dass “Grinderman 2″ dem Erstlingswerk zu ähnlich ist, aber das ist per se nichts Schlechtes. Die Songs wirken manchmal faul und träge, gewinnen aber dadurch an Reiz. as Album steht für schmutzigen Sex; Grinderman wirkt energischer und jünger als so manche Indie-Band, deren Mitglieder nur halb so alt sind wie die Herren Cave, Casey, Ellis und Sclavunos. Wo liegt der Unterschied zwischen den Bad Seeds und Grinderman? “Die Bad Seeds haben einen sehr spezifischen, ausgeprägten Sound. Mit rinderman ermöglichen wir uns, unabhängiger zu sein und einfach drauf los zu spielen”, meint Nick Cave.
Grinderman spielt am 10. Oktober 2010 live im Wiener Gasometer.







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